Samstag, 21 September 2019
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Jugend­feu­er­wehr grün­det sich in Arns­grün

Zum 95-jäh­ri­gen Bestehen der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Zeulenroda-Triebes, Abtei­lung  Arns­grün grün­det sich offi­zi­ell die Jugend­feu­er­wehr

An den Pum­pen geben die Kame­ra­den alles und Lil­ly arbei­tet sich nach und nach durch das bren­nen­de Haus. Stock für Stock löscht sie die Brän­de mit dem Was­ser­strahl aus ihrem Schlauch. Und nach noch nicht ein­mal zwei Minu­ten ist das Feu­er unter Kon­trol­le. „Eine gute Zeit“, sagt Maik Klug von der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Zeulenroda-Triebes, Abtei­lung Arns­grün .

Natür­lich han­delt es sich hier nur um eine spie­le­ri­sche Übung, bei der die Kin­der der Jugend­feu­er­wehr auf ein Spiel­zeug­haus zie­len. Haben sie aus­rei­chend Was­ser durch die jewei­li­gen Fens­ter gespritzt geht eine Lam­pe an und signa­li­siert: Gelöscht! Eine aus­ge­buff­te Kon­struk­ti­on.

Jugend­feu­er­wehr sind im gan­zen Kreis im Auf­wind

Seit Janu­ar waren wir in einer Art Test­lauf und woll­ten sehen, wie das Ange­bot bei den Kin­dern und Jugend­li­chen ankommt“, sagt Wehr­füh­rer Maik Klug . Anschei­nend gut. Denn direkt zur Grün­dung geht die Jugend­feu­er­wehr mit 13 Mit­glie­dern zwi­schen sechs und 15 Jah­ren an den Start. Ein­mal im Monat will man sich fort­an tref­fen. Ein Zelt­la­ger und ein 24-Stun­den-Dienst sind bereits in Pla­nung. „Wir kön­nen natür­lich noch viel von den ande­ren Jugend­feu­er­weh­ren in der Regi­on ler­nen“, sagt Maik Klug.

Schließ­lich setzt die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Zeulenroda-Triebes, Abtei­lung Arns­grün auch gro­ße Hoff­nung in ihren Nach­wuchs. „Wenn von den 13 Kin­dern und Jugend­li­chen spä­ter mal vier bis fünf in den Erwach­se­nen­dienst ein­tre­ten, wäre das schon ein Erfolg“, sagt Maik Klug . Die Jugend­feu­er­weh­ren im Kreis erfreu­en sich weit­hin gro­ßer Beliebt­heit. Bei der Bilanz Anfang des Jah­res stellt man fest, dass im Jahr 2016 noch 238 Mit­glie­der gezählt wur­den und man nun bei 504 Mit­glie­dern steht. Jetzt müs­se es nur noch gelin­gen, das Inter­es­se auch spä­ter auf­recht zu hal­ten. „Wir wer­den ja auch nicht jün­ger und frü­her oder spä­ter muss der Nach­wuchs ran“, so Wehr­füh­rer Maik Klug.

Doch die Jugend­feu­er­wehr dient nicht nur der Nach­wuchs­ge­win­nung. Deni­se Lieb­hold ist die Mut­ter der klei­nen Lil­ly, die das Feu­er in Rekord­zeit unter Kon­trol­le brach­te. Für sie ist es auch ein tol­les Ange­bot für die vie­len Kin­der im Dorf. „Es ist schön, dass die Klei­nen jetzt eine sol­che Mög­lich­keit haben und nicht nur rum­sit­zen. Und bei der Feu­er­wehr wer­den Wer­te ver­mit­telt“, sagt sie. Team­geist, Dis­zi­plin und Ver­ant­wor­tung. Lil­ly ist neben­bei mit sechs Jah­ren die jüngs­te im Ver­ein. Ob sie spä­ter ein­mal Feu­er­wehr­frau wer­den möch­te, weiß sie heu­te noch nicht. Jetzt steht erst mal der Spaß im Vor­der­grund – und den löscht so schnell kei­ner.

Nor­man Bör­ner / 17.06.19
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