Samstag, 20 Juli 2019
Not­ruf : 112

Am Gar­ten­zaun wird Feu­er­la­wi­ne im Flur Zscher­lich gestoppt

Am Frei­tag­nach­mit­tag bren­nen drei­ßig Hekt­ar Feld. Extrem­si­tua­ti­on auch für die Feu­er­wehr

Einen sol­chen Brand, unter den Bedin­gun­gen und der Inten­si­tät, das hat­ten wir die letz­ten Jah­re nicht“, sagt Stadt­brand­meis­ter Stef­fen Jubold aus Zeulenroda-Triebes. Es ist Frei­tag­nach­mit­tag gegen 16.39 Uhr, als die Weh­ren aus Triebes und Wei­ßen­dorf zu einem Feld­brand zum Flur­stück Zscher­lich geru­fen wor­den.

Als die Trie­beser vor Ort ein­tra­fen und die Situa­ti­on erkann­ten, alar­mier­ten sie sofort die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Zeulenroda. Denn schnell war klar, hier herr­schen extre­me Bedin­gun­gen. Es brann­te ein rie­si­ges Stück Feld. Durch den star­ken Wind mit ste­tig wech­seln­den Rich­tun­gen wur­de das Feu­er vor­an getrie­ben. Ein in der Nähe befind­li­ches Wohn­haus war in Gefahr, wie auch ein nahe­lie­gen­des Wald­stück und eine Klär­an­la­ge. Rund 30 Hekt­ar abge­ern­te­tes Feld, teil­wei­se auch noch mit Getrei­de, wur­den ver­nich­tet.

Nach Zeulenroda wur­den noch die Weh­ren aus Lan­gen­wol­schen­dorf, Auma und Hohen­leu­ben zur Unter­stüt­zung geru­fen. Das Tank­lösch­fahr­zeug der Feu­er­wehr Greiz mit 4000 Liter Was­ser kam eben­falls zum Ein­satz. Rund 100 Feu­er­wehr­leu­te waren im Ein­satz. Die dunk­le Brand­wol­ke war bis nach Sach­sen zu sehen.

Es war kri­tisch“, so Jubold. Selbst die Anwoh­ner des Wohn­hau­ses im Flur Zscher­lich hät­ten nicht gefahr­los eva­ku­iert wer­den kön­nen, auf­grund der ste­tig wech­seln­den Wind­rich­tun­gen und der star­ken Rauch­ent­wick­lung. Zwei Feu­er­wehr­leu­te ver­letz­ten sich beim Löschen des Feu­ers und muss­ten ärzt­lich behan­delt wer­den. An der Tech­nik und an den Feu­er­wehr­fahr­zeu­ge kam es zu Schä­den. „Die sind aber repa­ra­bel“, so Jubold. Der Stadt­brand­meis­ter sagt auch, dass sei­ne ­Kame­ra­den unter Ein­satz ihres Lebens alles gege­ben hät­ten, um das Wohn­haus zu schüt­zen. Am Gar­ten­zaun konn­te die ­Feu­er­la­wi­ne schließ­lich gestoppt wer­den. Die Lei­tungs­mit­glie­der der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Zeulenroda-Triebes bedan­ken sich nicht nur bei den Ein­satz­kräf­ten, auch bei den Bür­gern, die Was­ser für die ­Kame­ra­den bereit­stell­ten.

Nach die­sem Ereig­nis regt ­Jubold an, sich dar­über Gedan­ken zu machen, moder­ne Tech­nik mit Was­ser­vor­rä­ten anzu­schaf­fen. Wich­tig sei auch, dass das Land Thü­rin­gen Mög­lich­kei­ten für eine För­de­rung schafft. Tank­lösch­fahr­zeu­ge soll­ten zu 90 Pro­zent geför­dert wer­den, damit die Kom­mu­nen über­haupt finan­zi­ell in der Lage sind, auf den Bedarf zu reagie­ren. Das Land Sach­sen hät­te bereits ein sol­ches Pro­gramm auf­ge­legt, sagt Jubold.

Und er hat noch einen Hin­weis an die Land­wirt­schaft­be­trie­be, die jetzt ern­ten müs­sen. Um die Brand­ge­fahr ein­zu­däm­men, wäre es hilf­reich, dass ein gefüll­tes Was­ser­fass und ein Acker­pflug stets in der Nähe der Fel­der ste­hen.

Abso­lu­tes Park­ver­bot

Zum ande­ren appel­liert er an alle Bür­ger, nicht mit den Fahr­zeu­gen auf Wie­sen, hohem Gras und gesperr­ten Wald­we­gen zu par­ken. Gera­de auf den Wegen rund um das Zeu­len­ro­da­er Meer wird dies immer wie­der miss­ach­tet. Bedacht wer­den soll­te dabei, dass die Fahr­zeu­ge eine hohe Brand­ge­fahr dar­stel­len. Zum ande­ren müs­sen stets auch die Ret­tungs­we­ge frei gehal­ten wer­den. Feu­er­weh­ren und Ret­tungs­fahr­zeu­ge benö­ti­gen eine Durch­fahrts­gas­se. „Zukünf­tig wer­den wir ver­stärk­te Kon­trol­len durch­füh­ren“. so Jubold. Es besteht auf­grund der hohen Tro­cken­heit erhöh­te Wald­brand­ge­fahr, so Jubold und das soll­te jeder Erho­lungs­su­chen­de unbe­dingt beach­ten.

OTZ/Henze

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