Sonntag, 17 November 2019
Not­ruf : 112

Brand auf der Vogel­in­sel in Auma-Wei­da­tal

Rund um die Wei­da­tal­sper­re wer­den ver­stärkt Par­tys gefei­ert. Gebie­te sind als „geschütz­tes Wald­ge­biet“ aus­ge­zeich­net

Die Vogel­in­sel ist für jeden Orni­tho­lo­gen und für jeden, der sich für die Natur und deren Erhalt inter­es­siert, ein ganz beson­de­res Gebiet. „Sie ist ein ganz wich­ti­ges Nist­ge­biet“, sagt Eck­hard Titz, Orni­tho­lo­ge und Mit­glied im Orts­ver­band des Natur­schutz­bun­des in Zeulenroda-Triebes.

Der Natur­schutz­bund hat­te in der Ver­gan­gen­heit auf der Vogel­in­sel Nist­hil­fen instal­liert, um auch Greif­vö­geln die Mög­lich­keit zu geben, hier zu nis­ten.

Die­se unbe­wohn­te Insel befin­det sich in der Wei­da­tal­sper­re, zwi­schen Staitz und Schö­ner Aus­blick (Gro­bisch) am Ufer auf der Dör­ten­dor­fer Sei­te.

Am Sams­tag hat es auf die­ser Vogel­in­sel gebrannt. Nicht nur, dass die­je­ni­gen, die hier eine Par­ty gefei­ert haben, auf das Grund­stück der Thü­rin­ger Fern­was­ser­ver­sor­gung wider­recht­lich ein­ge­drun­gen sind, auch gefähr­den sie mit dem leicht­fer­ti­gen Umgang mit Feu­er die Natur und zudem die hier ansäs­si­gen Vogel­ar­ten.

Gegen 16 Uhr wur­de die Stütz­punkt­wehr dar­über infor­miert, dass ein auf­merk­sa­mer Bür­ger eine Rauch­ent­wick­lung im Wald zwi­schen Zeulenroda und Triebes beob­ach­tet hat. Die Ein­satz­kräf­te mach­ten sich auf Spu­ren­su­che und wur­den schließ­lich an der Wei­da­tal­sper­re fün­dig. Dort brann­te es auf der Vogel­in­sel. Sie alar­mier­ten die Mit­glie­der der frei­wil­li­gen Feu­er­wehr aus Auma und zudem die Mit­glie­der der Tau­cher­grup­pe, denn nur sie sind im Besitz eines Boo­tes. Die Vogel­in­sel ist nur mit dem Boot oder schwim­mend zu errei­chen. Das wur­de benö­tigt, um auf die Vogel­in­sel zu gelan­gen, denn eine fes­te Ver­bin­dung dort­hin gibt es nicht. Auch aus dem Grund füh­len sich Vögel und Insek­ten hier unge­stört. Dass nun aber die­ses Stück Land für Lager­feu­er und Par­tys von Unbe­kann­ten miss­braucht wird, dass erstaun­te auch die Feu­er­wehr­leu­te.

Die Ein­satz­kräf­te der Feu­er­wehr muss­ten mit dem Schlauch­boot zum Ein­satz­ort über­set­zen. Auch die Poli­zei­be­am­ten der Poli­zei­in­spek­ti­on Greiz wur­den im Schlauch­boot zur Insel gebracht.

Auf der Insel hat ein Wald­stück von drei mal fünf Metern in Flam­men gestan­den, infor­mier­te die Poli­zei am Sonn­tag. Die Feu­er­wehr konn­te das Feu­er rasch löschen.

Doch was erschwe­rend hin­zu kam, die Poli­zei stell­te fest, dass das Vogel­pa­ra­dies, lei­der zweck­ent­frem­det wird. Reich­lich Müll und meh­re­re Lager­feu­er­stel­len wür­den dar­auf hin­deu­ten, dass das Eiland häu­fi­ger von Men­schen heim­ge­sucht wird. Der Baum­be­stand der Insel sei mas­siv vom Schäd­lings­be­fall gezeich­net, was die Brand­ge­fahr zusätz­lich erhö­he.

Die Beam­ten der Poli­zei­in­spek­ti­on Greiz haben nun die Ermitt­lun­gen wegen fahr­läs­si­ger Brand­stif­tung auf­ge­nom­men und suchen Zeu­gen. Die mögen sich unter: Tele­fon 03661/62 10 mel­den.

In die­sem Zusam­men­hand ver­weist der stell­ver­tre­ten­de Wehr­füh­rer der Stütz­punkt­feu­er­wehr Zeulenroda, Chris­ti­an Komo­row­ski auf die Wich­tig­keit hin, dass die Feu­er­wehr mit einem Boot aus­ge­stat­tet ist.

Zudem hat­te auch Eck­hard Titz wei­te­re unschö­ne Begeg­nun­gen im Wald rund um die Wei­da­tal­sper­re. Nicht nur, dass die Wei­da­tal­sper­re für den sanf­ten Tou­ris­mus genutzt wer­den soll. Das Kon­zept ist nicht nur dar­auf aus­ge­legt, dass Wald­spa­zier­gän­ger und Wan­de­rer ange­spro­chen wer­den sol­len – es wird ein sanf­ter Tou­ris­mus ange­strebt.

OTZ_29.10.2019

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