Samstag, 11 Juli 2020
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Zeu­len­ro­da­er Wehr­füh­rer im Inter­view: “In der Kri­se ein­satz­be­reit”

Drei Fra­gen an Chris­ti­an Komo­row­ski, Wehr­füh­rer der Stütz­punkt­feu­er­wehr Zeulenroda

Die Feu­er­wehr muss auch in der Kri­se ein­satz­be­reit sein. Für vie­le ehren­amt­lich täti­ge Mit­glie­der kei­ne leich­te Auf­ga­be. Schließ­lich stellt die Kri­se auch sie vor per­sön­li­che Schwie­rig­kei­ten in Beruf und Fami­lie. Wir haben mit dem Wehr­füh­rer der Stütz­punkt­feu­er­wehr Zeulenroda Chris­ti­an Komo­row­ski über Feu­er­wehr­ar­beit in Zei­ten von Coro­na gespro­chen.

Wie steht es aktu­ell um die per­so­nel­le Situa­ti­on wäh­rend der Coro­na-Kri­se?

Unse­re Mit­glie­der ste­hen wei­ter fast alle zur Ver­fü­gung. Ein­sät­ze fah­ren wir stets in vol­ler Beset­zung. Das heißt, wir kön­nen alle Ein­sät­ze absi­chern und qua­li­ta­tiv hoch­wer­tig durch­füh­ren. Auch wenn es gera­de nicht leicht ist, Beruf und Fami­lie mit dem Ehren­amt in Ein­klang zu brin­gen. Eini­ge Kame­ra­den haben immer­hin Anspruch auf Not­be­treu­ung der Kin­der.

Wie ver­än­dert das Virus die Lage bei der Feu­er­wehr?

Wir kön­nen der­zeit kei­ne Aus­bil­dun­gen und Übun­gen durch­füh­ren. Das ist ver­ständ­lich, aber irgend­wann müs­sen wir wie­der anfan­gen, unse­re Mit­glie­der fort­zu­bil­den. Vor allem jün­ge­re und neue Mit­glie­der brau­chen die Aus­bil­dung, um im Ernst­fall das nöti­ge Wis­sen mit­zu­brin­gen und die Sicher­heit der Ein­satz­kräf­te abzu­si­chern.

Hat das Coro­na-Virus das Vor­ge­hen bei Ein­sät­zen ver­än­dert?

Natür­lich lässt sich nicht ver­hin­dern, dass wir im Ein­satz­fahr­zeug auf engem Raum sind. Wir brau­chen eine bestimm­te Zahl, um den Ein­satz abzu­si­chern. Wir hat­ten neu­lich einen Unter­stüt­zungs­ein­satz für den Ret­tungs­dienst, bei dem sich her­aus­ge­stellt hat, dass die Per­son Coro­na-posi­tiv ist. Wir rücken dann mit vol­ler Schutz­klei­dung aus. Fahr­zeu­ge und Anzü­ge wer­den anschlie­ßend des­in­fi­ziert. Wür­de der Virus sich in der Wache aus­brei­ten, wäre das fatal. Des­we­gen wird ver­sucht, dass sich mög­lichst weni­ge Leu­te gleich­zei­tig in der Wache auf­hal­ten, um bei­spiels­wei­se Rou­ti­ne­auf­ga­be zu erle­di­gen.

OTZ / 07.05.2020
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