Donnerstag, 1 Oktober 2020
Not­ruf : 112

Auf den Not­fall vor­be­rei­ten

Feu­er­weh­ren Zeulenroda und Pöll­witz füh­ren eine Übung durch, bei der ein Ver­let­zer unter einem Lkw zu ber­gen ist

Pöll­witz. Ein Wald­ar­bei­ter ist unter einen Lkw gera­ten, des­sen Fah­rer ver­letzt und bewusst­los an einem Hang im Wald liegt; das war am Sonn­abend die Aus­gangs­la­ge einer Übung im Wald nahe Pöll­witz, an der sich rund 30 Ein­satz­kräf­te der Stütz­punkt­wehr Zeulenroda und der Feu­er­wehr Pöll­witz betei­lig­ten.

Es sei schon ein paar Jah­re her gewe­sen, dass man bei einer Übung die Arbeit mit Hebe­kis­sen in den Fokus genom­men habe, erklär­te Wehr­füh­rer der Stütz­punkt­feu­er­wehr, Chris­ti­an Komo­row­ski den Hin­ter­grund. Gemein­sam mit dem stell­ver­tre­ten­den Wehr­lei­ter aus Pöll­witz,
Frank Hänold, hat­te er die Akti­on orga­ni­siert. Geteilt war sie in zwei Abschnit­te. Wäh­rend die Zeu­len­ro­da­er den Lkw anhe­ben muss­ten, um die dar­un­ter­lie­gen­de Per­son zu befrei­en, küm­mer­ten sich die Pöll­wit­zer um die ver­letz­te Per­son im Wald.

Zwei Ziel­stel­lun­gen soll­ten damit erreicht wer­den, wie Komo­row­ski erklär­te. Zum einen soll­ten die Ein­satz­kräf­te auf den Not­fall vor­be­rei­tet wer­den und unter ande­rem ler­nen, wie man mit der vor­han­de­nen Tech­nik umgeht. So sei zum Bei­spiel schon der Punkt ent­schei­dend, an dem man bei dem ton­nen­schwe­ren Fahr­zeug die Hebe­kis­sen anlegt. Zum ande­ren gibt es der­zeit eine Anzahl an fri­schen Füh­rungs­kräf­ten in den Weh­ren, die mit der Übung eben­falls geschult wur­den.
Bei­des sei am Ende erfolg­reich gewe­sen, mein­te nicht nur Chris­ti­an Komo­row­ski. Auch Stadt­brand­meis­ter Stef­fen Jubold war erfreut, dass die Zusam­men­ar­beit zwi­schen den ver­schie­de­nen Ein­hei­ten sehr gut funk­tio­niert habe.

Es habe einen sehr ruhi­gen und ziel­füh­ren­den Ablauf gege­ben, sag­te er und stell­te fest: „Ein­satz­ziel erreicht.“

Akti­on vom Sonn­abend war für März geplant

Wie vie­le Übun­gen es im Jahr gebe, kön­ne man nicht genau sagen, so Komo­row­ski. Das sei immer ein wenig unter­schied­lich und der­zeit stark von den Aus­wir­kun­gen der Coro­na Pan­de­mie beein­flusst. Auch die Akti­on vom Sonn­abend sei eigent­lich schon für März geplant gewe­sen, konn­te damals aber nicht statt­fin­den. Daher sei es nun die ers­te Übung seit Febru­ar gewe­sen.

Das sei schon des­we­gen ein klei­nes Pro­blem, weil das Betä­ti­gungs­feld der Feu­er­wehr immer viel­fäl­ti­ger wer­de, so Jubold.

Die Kame­ra­den ver­ler­nen zwar ihr Hand­werk nicht, aber es ist schon ein gewis­ser Still­stand. Und Still­stand ist nie gut“, sag­te er. Die Pra­xis sei immer wich­tig. Zwar kön­ne man alles schu­len, aber nur durch stän­di­ges Üben wür­de sich mit der Zeit auch Rou­ti­ne ein­stel­len.

Nun war­te man auf die Zeit nach Coro­na, sei aber natür­lich „zu jeder Zeit bereit, Jedem zu hel­fen“, sag­te Jubold.

Damit das gelin­gen kann, sucht man der­zeit aber auch ver­stärkt nach wei­te­ren Feu­er­wehr­kräf­ten, sei es bei der Jugend oder bei der akti­ven Wehr. Vor­aus­set­zun­gen gebe es kei­ne, so Chris­ti­an Komo­row­ski, es sei jeder Mensch will­kom­men, der Inter­es­se an der Feu­er­wehr und ihrer Arbeit habe.

Einen Dank wol­len Jubold und Komo­row­ski den Ein­satz­kräf­ten sagen, die sich an der Übung betei­lig­ten. Zudem sei man der DBU Natur­er­be GmbH ver­pflich­tet, die die Flä­che zur Ver­fü­gung stell­te, und Andre­as Ottil­lin­ger, der das glei­che mit dem Lkw tat.

Quel­le OTZ / Schubert/ 20.07.2020

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