Mittwoch, 21 Oktober 2020
Not­ruf : 112

In der Regi­on wer­den zum Warn­tag die Sire­nen still blei­ben

Kein Dau­er­ton in Zeulenroda

Ent­war­nung gibt es für alle die, die befürch­ten, dass die wäh­rend des ers­ten bun­des­wei­ten Warn­ta­ges am 10. Sep­tem­ber um 11 Uhr ertö­nen­den Sire­nen Senio­ren ver­un­si­chern wür­den. Auf Face­book hat sich dazu eine brei­te Dis­kus­si­on ent­wi­ckelt. ” InZeu­len­ro­da-Triebes gibt es kei­ne Sire­nen, die mit dem not­wen­di­gen Modul aus­ge­stat­tet sind” , sagt Stef­fen Jubold, Stadt­brand­meis­ter. Somit wer­den also am 10. Sep­tem­ber die Sire­nen still blei­ben.

Vom Sach­ge­biet Brand- und Kata­stro­phen­schutz des Land­krei­ses Greiz gab es dazu fol­gen­de Infor­ma­ti­on: ” Eine direk­te Betei­li­gung des Land­krei­ses Greiz an dem bun­des­wei­ten Warn­tag gibt es nicht. Die Pro­be­war­nun­gen wer­den an alle Warn­mul­ti­pli­ka­to­ren geschickt, wel­che am Modu­la­ren Warn­sys­tem des Bun­des — dem MoWaS — ange­schlos­sen sind. Für den
Bereich des Land­krei­ses Greiz ist dies die Leit­stel­le Gera” . Die­se Warn­mul­ti­pli­ka­to­ren ver­sen­den dann wie­der­um Pro­be­war­nun­gen in ihren Sys­te­men und Pro­gram­men an die jewei­li­gen End­ge­rä­te wie Radi­os oder Apps wie die Warn-App ” NINA” (Not­fall-Infor­ma­ti­ons- und Nach­rich­ten-App des Bun­des), auf denen die Bür­ger die­se Infor­ma­tio­nen lesen oder hören kön­nen.

Stef­fen Jubold erläu­tert, wie es sein könn­te: ” Es ist ein Dau­er­ton, der eine Minu­te lang auf- und abschwellt, der Ton für den Kata­stro­phen­schutz­alarm. Die­ser Alarm ist im gesam­ten Bun­des­ge­biet ein­heit­lich und wird seit 1975 in Deutsch­land zur War­nung vor Kata­stro­phen ver­wen­det.” Ziel des Akti­ons­ta­ges sei es, dass die unter­schied­li­chen Warn­si­gna­le durch die Bevöl­ke­rung rich­tig ver­stan­den wer­den, heißt es aus dem Bun­des­amt für Bevöl­ke­rungs­schutz und Kata­stro­phen­hil­fe.

Die zuneh­men­de Anzahl von Hit­ze­wel­len und Stark­re­ge­n­er­eig­nis­sen sowie Bedro­hungs­la­gen wie Ter­ror­an­schlä­ge unter­schied­li­chen Hin­ter­grunds, nicht zuletzt die Coro­na-Pan­de­mie hät­ten die Bedeu­tung öffent­li­cher Warn­sys­te­me erhöht, heißt es aus dem Bun­des­amt. Bis­lang fan­den sol­che Warn­ta­ge nur in ein­zel­nen Bun­des­län­dern statt. ” Die Leu­te sol­len sich mit dem rich­ti­gen Ver­hal­ten im Kata­stro­phen­fall aus­ein­an­der­set­zen” , so Jubold. So rät er auch ein­dring­lich dazu, dass jeder über mög­li­che Infor­ma­ti­ons­quel­le nach­den­ken möge. Fern­se­hen, Radio oder Com­pu­ter — alle mög­li­chen Gerä­te für Infor­ma­tio­nen soll­ten die Bür­ger nut­zen. Auch über die Warn-App ” NINA” wird bun­des­weit eine Pro­be­warn­mel­dung ver­sen­det.

In Thü­rin­gen gab es vor zwei Jah­ren ein Infor­ma­ti­ons­blatt dazu, dass das Minis­te­ri­um für Inne­res und Kom­mu­na­les auf­ge­legt hat­te. Hier wur­de unter ande­rem die unter­schied­li­che Bedeu­tung der ver­schie­de­nen Sire­nen­si­gna­le erläu­tert. Der für den 10. Sep­tem­ber ins Leben geru­fe­ne Akti­ons­tag geht auf einen Beschluss der Innen­mi­nis­ter­kon­fe­renz zurück und soll zukünf­tig jedes Jahr immer am zwei­ten Don­ners­tag im Sep­tem­ber statt­fin­den.

Nähe­re Infor­ma­tio­nen sind unter www.bundesweiter-warntag.de zu fin­den.


Auch die Sire­ne auf dem Rat­haus von Zeulenroda-Triebes wird an die­sem Tag stumm blei­ben.


08.09.2020/ Hei­di Hen­ze

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