Mittwoch, 28 Juli 2021
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Drei­mal Bron­ze für Ehren­amts­ar­beit im Land­kreis Greiz

Die Grei­zer Land­rä­tin ehrt Frank Schnei­der, Mar­cel Hil­brich und Ulrich Schä­fer mit der Kata­stro­phen­schutz­me­dail­le des Frei­staa­tes Thü­rin­gen in Bronze.

Das Anste­cken der Ehren­na­deln trau­te sich Land­rä­tin Mar­ti­na Schweins­burg (CDU) nicht so rich­tig. Nicht etwa, weil sie den Geehr­ten wegen Coro­na nicht zu nahe kom­men woll­te, son­dern viel­mehr, weil die Jacken der ver­dienst­voll Arbei­ten­den dabei beschä­digt wer­den könnten.

So beka­men Frank Schnei­der für sei­nen 25-jäh­ri­gen Ein­satz als ehren­amt­li­cher Kreis­brand­meis­ter des Land­krei­ses Greiz für den Bereich Zeulenroda-Triebes, Mar­cel Hil­brich und Ulrich Schä­fer, bei­de Mit­glie­der im DRK-Kreis­ver­band Greiz, für ihre Mit­wir­kung im Kata­stro­phen­schutz des Land­krei­ses Greiz jeweils die Kata­stro­phen­schutz­me­dail­le des Frei­staa­tes Thü­rin­gen in Bron­ze überreicht.

Die Zere­mo­nie ver­lief indes nicht weni­ger herz­lich. Schließ­lich kenn­zeich­net alle drei die jahr­zehn­te­lan­ge ehren­amt­li­che Arbeit. Sie sind stets in ihrer Frei­zeit für ande­re im Einsatz.

Feu­er­wehr­helm als Dank

25 Jah­re war Frank Schnei­der aus Zeulenroda-Triebes ehren­amt­li­cher Kreis­brand­meis­ter des Land­krei­ses Greiz. Nun sol­len Jün­ge­re den Part über­neh­men, sagt er und zieht sich nicht etwa zurück, son­dern ist wie in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten wei­ter­hin in der Stütz­punkt­wehr der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Zeulenroda als stell­ver­tre­ten­der Stadt­brand­meis­ter tätig.

Die Arbeit selbst habe ihn Spaß gemacht. „Es ist an der Zeit, dass nicht nur die jun­ge Genera­ti­on das Ruder über­nimmt, son­dern auch neue Ideen mit­bringt“, sagt der knapp 50-Jäh­ri­ge. Rund 54 Frei­wil­li­ge Feu­er­weh­ren gehö­ren zum Arbeits­be­reich. Dazu zäh­len nicht nur die Orts­teil­weh­ren von Zeulenroda-Triebes mit der Stütz­punkt­wehr, son­dern auch Lan­gen­wet­zen­dorf, Auma-Wei­da­tal, Lan­gen­wol­schen­dorf und Wei­ßen­dorf. Er habe stets ruhig und pro­fes­sio­nell gehan­delt und das Mög­lichs­te her­aus­ge­holt, so die Landrätin.

Auch Stadt­brand­meis­ter Stef­fen Jubold und Bür­ger­meis­ter Nils Ham­mer­schmidt (par­tei­los) waren zur Ehrung anwe­send. Stef­fen Jubold hat­te noch eine Über­ra­schung parat. Er bedank­te sich bei sei­nem Feu­er­wehr-Mit­ar­bei­ter mit einem Feu­er­wehr­helm, der gebüh­rend in der Son­ne glit­zer­te und strahlte.

Täg­li­che Herausforderungen

Die Medail­le des Thü­rin­ger Minis­te­ri­ums für Inne­res und Sozia­les für 15 Jah­re frei­wil­li­ge Arbeit im Kata­stro­phen­schutz erhielt Mar­cel Hil­brich aus den Hän­den von Mar­ti­na Schweins­burg. Gebo­ren wur­de Hil­brich in Zeulenroda und ist nun wohn­haft in Brück­la, einem Orts­teil von Hohenleuben.

Der jun­ge Mann hat eine Aus­bil­dung als Ret­tungs­as­sis­tent absol­viert und kam 2010 zum DRK-Kreis­ver­band Greiz in Zeulenroda. Das Beson­de­re an sei­nem Beruf sei­en die täg­li­chen neu­en Her­aus­for­de­run­gen. „Man weiß nie, was ein Ein­satz bringt“, sagt er. Dass Mar­cel Hil­brich neben sei­ner täg­li­chen Arbeit im Kata­stro­phen­schutz ehren­amt­lich wirkt, sei für ihn eine Selbst­ver­ständ­lich­keit und ganz nor­mal. „Er ist hoch enga­giert“, so die Landrätin.

Ein Mann der Taten

Ulrich Schä­fer aus Mün­chen­berns­dorf war als Neun­jäh­ri­ger schon Jun­ger Sani­tä­ter. 1992 wur­de er Mit­glied im DRK und seit 19 Jah­ren ist er aktiv im Kata­stro­phen­schutz tätig. Heu­te ist „Ulli“ Vize­prä­si­dent des DRK-Kreis­ver­ban­des Greiz. Mit den Wor­ten: „Es weiß, was er tut“, über­reich­te Mar­ti­na Schweins­burg ihm die Kata­stro­phen­schutz­me­dail­le des Frei­staa­tes Thü­rin­gen in Bron­ze. Nach den fünf Wor­ten block­te Schä­fer schon ab. Er ist kein Mann der vie­len Wor­te. Er packt an.

Die Land­rä­tin nutz­te die Gele­gen­heit und bedank­te sich bei den DRK-Mit­ar­bei­tern für den ver­ant­wor­tungs­vol­len Ein­satz in den im Land­kreis ein­ge­setz­ten Test­bus­sen, in denen sich die Bür­ger auf das Coro­na­vi­rus tes­ten las­sen können.

Aber auch die Ein­woh­ner des Land­krei­ses blie­ben nicht uner­wähnt: „Die Land­pflan­zen haben ein ver­ant­wor­tungs­vol­les Mit­ein­an­der gezeigt“, so Schweins­burg. Ein biss­chen Angst habe sie nun, dass der Inzi­denz­wert zukünf­tig noch ins Minus rut­schen könn­te, sag­te sie scherzhaft.

OTZ/14.06.2021

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