Dienstag, 19 März 2019
Not­ruf : 112

Eine hal­be Ton­ne Stroh bei Wei­ßen­dorf in Flam­men auf­ge­gan­gen

Feu­er­weh­ren aus Zeulenroda und Triebes löschen bren­nen­de Stroh­pres­se auf der Zeu­len­ro­da­er Stra­ße (L1083)

Ein 56-jäh­ri­ger Land­wirt, der den gan­zen Tag auf dem Feld gear­bei­tet hat­te, hat sich am spä­ten Diens­tag­nach­mit­tag mit sei­nem Trak­tor und der ange­häng­ten Stroh­pres­se Rich­tung Zeulenroda auf den Weg gemacht. Auf der Landstraße zwi­schen Triebes und Zeulenroda, nach dem Abzweig nach Wei­ßen­dorf, bemerk­te er, dass Flam­men aus der Pres­se loder­ten.

Laut Mit­tei­lung der Poli­zei haben Auto­fah­rer den 56-jäh­ri­gen Trak­tor­fah­rer dar­auf auf­merk­sam gemacht, dass mit sei­nem Gefährt etwas nicht stim­me. Er stopp­te sein Vehi­kel auf der Land­stra­ße zwi­schen Triebes und Zeulenroda. Flam­men schlu­gen aus der ange­häng­ten Stroh­pres­se und loder­ten Rich­tung Rad­weg und Wie­se. Der Fah­rer lös­te die Zug­ma­schi­ne von der Stroh­pres­se, damit das Feu­er nicht über­grei­fen konn­te. Er selbst blieb unver­letzt.

Um 17.13 Uhr wur­de die Stütz­punkt­feu­er­wehr Zeulenroda von der Ret­tungs­leit­stel­le Gera alar­miert. Spä­ter rück­te noch die Feu­er­wehr Triebes zur Unter­stüt­zung aus. Laut Poli­zei hat sich das Stroh in der Pres­se selbst ent­zün­det. Ob das Fol­ge des vor­he­ri­gen Betriebs der Pres­se auf dem Feld oder eines tech­ni­schen Defekts wäh­rend der Fahrt war, steht nicht fest.

Die Feu­er­wehr­leu­te muss­ten die Stroh­pres­se nach und nach kom­plett lee­ren und das her­aus­ge­räum­te Stroh löschen. „Stroh hat die Eigen­schaft, dass das Was­ser von ihm abperlt“, erklärt Stadt­brand­meis­ter Stef­fen Jubold. 500 Kilo­gramm hat­te das Gerät gela­den. Die Ein­satz­kräf­te muss­ten zum Teil unter Atem­schutz arbei­ten, weil wäh­rend der gesam­ten Arbeit Rauch aus der Stroh­pres­se stieg. „Das hat bei der extre­men Wär­me, die am Diens­tag herrsch­te, alles von den Kame­ra­den abver­langt“, so Jubold. Mit einem Rad­la­der wur­de das gelösch­te Stroh auf das Feld neben der Stra­ße gefah­ren. Des­sen Besit­zer wird es nun dort in die Erde ein­ar­bei­ten. 36 Feu­er­wehr­leu­te waren vor Ort. Die Stra­ße muss­te wäh­rend ihrer Arbeit kom­plett gesperrt wer­den.

Nach­dem das Feu­er gelöscht wer­den konn­te, haben die Auf­räum­ar­bei­ten begon­nen. Dabei bekam die Feu­er­wehr Hil­fe vom Bau­hof der Stadt Zeulenroda-Triebes. Um cir­ca 20 Uhr kehr­te die Feu­er­wehr Zeulenroda wie­der zurück in ihren Stütz­punkt. Am Mitt­woch­mor­gen waren nur noch weni­ge Spu­ren von dem Ein­satz auf der Stra­ße zu sehen, und ein leich­ter Brand­ge­ruch lag in der Luft.

Stroh­pres­sen­brän­de sind kei­ne Sel­ten­heit. „So etwas kann immer wie­der pas­sie­ren“, sagt der Stadt­brand­meis­ter. „Wir raten Land­wir­ten des­halb – vor allem in der Ern­te­zeit und bei die­ser Tro­cken­heit und Hit­ze – beim Stroh­ma­chen auf dem Feld, dass sie immer auch ein Was­ser­fass und einen Acker­pflug dabei haben soll­ten.“

Cor­du­la Fischer / 02.08.18

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