Dienstag, 18 Januar 2022
Not­ruf : 112

Tra­gi­scher Unfall mit LKW und vier PKW zwi­schen Pau­sa und Zeulenroda

Bei einem Ver­kehrs­un­falls zwi­schen Pau­sa und Zeulenroda wur­den drei Men­schen schwer ver­letzt, für einen Grei­zer kam jede Hil­fe zu spät.

An einen Unfall in die­sem Aus­maß kann sich Stef­fen Jubold, Stadt­brand­meis­ter Zeulenroda-Triebes, nicht erin­nern, sag­te er am Mitt­woch­vor­mit­tag gegen­über der Zeitung.

Gegen 16.28 Uhr wur­den am Diens­tag­nach­mit­tag die Mit­glie­der der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Zeulenroda alar­miert zu einem Ver­kehrs­un­fall auf der Lan­des­stra­ße von Zeulenroda in Rich­tung Pau­sa in Sach­sen. Sie wur­den zur Unter­stüt­zung der Pau­sa­er Feu­er­wehr geru­fen. Der Ver­kehrs­un­fall, an dem vier Pkws und ein Lkw betei­ligt waren, ereig­ne­te sich in Höhe des „Schwar­zen Tei­ches“. Die Fahr­zeu­ge kamen aus den Land­krei­sen Greiz, Saa­le-Orla und Vogt­land. Der ver­meint­li­che Unfall­ver­ur­sa­cher, der aus dem Land­kreis Greiz stammt, ist an den Fol­gen des Unfalls vor Ort verstorben.

Der Fah­rer des Trans­por­ters möge sich als Zeu­ge bit­te bei der Poli­zei­di­rek­ti­on Zwi­ckau melden.

19-Jäh­ri­ger beach­te­te Gegen­ver­kehr beim Über­hol­vor­gang nicht

Ein 19-Jäh­ri­ger befuhr am spä­ten Diens­tag­nach­mit­tag mit einem BMW die Staats­stra­ße (in Thü­rin­gen-Lan­des­stra­ße) 316 aus Rich­tung Pau­sa kom­mend in Fahrt­rich­tung Zeulenroda. Er beab­sich­tig­te, einen vor­aus­fah­ren­den noch unbe­kann­ten Trans­por­ter zu über­ho­len und beach­te­te dabei einen ent­ge­gen­kom­men­den 26-Jäh­ri­gen mit einem Milch­las­ter, ein Lkw der Mar­ke Actros, nur unge­nü­gend. Bei­de Fahr­zeu­ge stie­ßen dar­auf­hin fron­tal zusam­men. In der Fol­ge dreh­te sich der Milch­las­ter um 180 Grad, wobei der Anhän­ger von der Zug­ma­schi­ne abriss. Der Lkw durch­brach eine Schutz­plan­ke und kam links neben der Fahr­bahn auf dem Dach zum Lie­gen. Der Lkw-Fah­rer wur­de dabei im Fahr­zeug ein­ge­klemmt. Sei­ne 22-jäh­ri­ge Bei­fah­re­rin konn­te sich mit eige­nen Kräf­ten aus der Fah­rer­ka­bi­ne befreien.

140.000 Euro Gesamt­scha­den an allen am Unfall betei­lig­ten Fahrzeugen

Der BMW schleu­der­te auf die lin­ke Fahr­bahn­sei­te und kol­li­dier­te mit einem aus Rich­tung Zeulenroda ent­ge­gen­kom­men­den 43-Jäh­ri­gen in einem Opel. Ein hin­ter dem BMW fah­ren­der 58-jäh­ri­ger Sko­da-Fah­rer, der aus Rich­tung Pau­sa kam, ver­such­te nach rechts aus­zu­wei­chen, und kol­li­dier­te dabei mit der rech­ten Schutz­plan­ke. Eine 72-Jäh­ri­ge prall­te mit ihrem Renault in den umstür­zen­den Anhän­ger des Milch­las­ters und kam in der Fol­ge nach links von der Fahr­bahn ab. Ein nach­fol­gen­der Audi eines 30-Jäh­ri­gen wur­de von auf­ge­wir­bel­tem Schmutz und Stei­nen beschä­digt, teilt die Stabs­stel­le der säch­si­schen Lan­des­po­li­zei mit.

Die Ver­letz­ten wur­den in umlie­gen­de Kran­ken­häu­ser gebracht. Der Sach­scha­den beträgt ins­ge­samt rund 140.000 Euro. Zur Unfall­auf­nah­me, Ber­gung und Rei­ni­gung der Fahr­bahn muss­te die Stra­ße bis etwa 2.30 Uhr voll gesperrt werden.

Zeu­len­ro­da­er soll­ten Fah­rer aus dem Lkw befreien

Als die Zeu­len­ro­da­er Mit­glie­der der Stütz­punkt­wehr vor Ort anka­men, wären die zwei ein­ge­klemm­ten Per­so­nen aus zwei ver­schie­de­nen Pkws durch die Pau­sa­er Kol­le­gen bereits befreit gewe­sen, so Jubold. Den Zeu­len­ro­da­ern kam die Auf­ga­be zu, auf­grund ihrer Aus­stat­tung mit den tech­nisch not­wen­di­gen Ret­tungs­ge­rä­ten, den Fah­rer des Lkw, der einem in Zeulenroda ansäs­si­gen Unter­neh­men zuge­ord­net wer­den kann, zu befrei­en. Dadurch, dass der Lkw in unmit­tel­ba­rer Nähe des Tei­ches lag, soll­te sich die Ber­gung schwie­rig gestal­ten, so Jubold. Erst durch die Hil­fe des Ber­ge­kra­nes hät­te nach fast zwei Stun­den der Lkw-Fah­rer den Ret­tungs­kräf­ten über­ge­ben wer­den kön­nen. In die­ser Zeit hät­te der Fah­rer unter stän­di­ger Beob­ach­tung durch den Not­arzt gestan­den. Gegen 21.30 Uhr war der Ein­satz der Zeu­len­ro­da­er Feu­er­wehr­mit­glie­der been­det. Sie waren mit 20 Ein­satz­kräf­ten und fünf Fahr­zeu­gen vor Ort. Zudem waren 20 Ein­satz­kräf­te der Pau­sa­er Feu­er­wehr, drei Not­ärz­te, sechs Ret­tungs­wa­gen und Hub­schrau­ber am Unfallort.

Der Zeu­len­ro­da­er Stadt­brand­meis­ter Stef­fen Jubold und Wehr­füh­rer der Stütz­punkt­feu­er­wehr Zeulenroda, Chris­ti­an Komo­row­ski bedan­ken sich bei allen Ein­satz­kräf­ten, die sehr pro­fes­sio­nell vor­ge­gan­gen sind.

OTZ/27.10.2021

Quel­le: MDR 27.10.2021 14:00Uhr

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