Montag, 16 Mai 2022
Not­ruf : 112
Der Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Zeulenroda, Christian Komorowski, (vorne) und sein Stellvertreter Frank Schneider zeigen die Innenausstattung des Kleineinsatzfahrzeuges.

Klein­ein­satz­fahr­zeug mit gro­ßer Aus­stat­tung für Zeulenroda

Mario Hoff­mann und Andre­as Schnei­der brach­ten Ideen und ihre Arbeits­kraft ein, um das Fahr­zeug Bau­jahr 1991 umzurüsten.

Für das nun fer­tig­ge­stell­te und kom­plett umge­rüs­te­te Klein­ein­satz­fahr­zeug (KEF) bedank­te sich der Wehr­lei­ter der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Zeulenroda, Chris­ti­an Komo­row­ski, zusam­men mit sei­nem Stell­ver­tre­ter Frank Schnei­der nun bei Mario Hoff­mann. Der Lan­gen­wol­schen­dor­fer Feu­er­wehr­mann, der Metall­bau­meis­ter ist und beruf­lich eine gleich­na­mi­ge Schmie­de betreibt, hat in Eigen­leis­tung die Umrüs­tung des Klein­ein­satz­fahr­zeu­ges mit sämt­li­chen not­wen­di­gen Schweiß­ar­bei­ten übernommen.

Schließ­lich soll nicht nur der schnel­le Zugriff im Ein­satz mög­lich sein, es müs­sen auch alle not­wen­di­gen Hilfs­mit­tel für den Ein­satz einen siche­ren und Tüv-gerech­ten Platz im Fahr­zeug finden.

Das Fahr­zeug der Stütz­punkt­wehr wur­de bereits 1991 von der Fir­ma Zieg­ler ange­schafft. Seit die­ser Zeit war es im Ein­satz, wenn es galt, tech­ni­sche Hil­fe­leis­tun­gen abzu­si­chern. Das bedeu­tet, dass hier Sche­re, Sprei­zer und mehr zu fin­den waren. Dafür ist nun ein Hil­fe­leis­tungs­lösch­fahr­zeug (HLF) im Einsatz.

Damals sei es das ers­te Fahr­zeug gewe­sen, dass von der Fir­ma Zieg­ler in die neu­en Bun­des­län­der aus­ge­lie­fert wur­de, erzählt Wehr­lei­ter Komo­row­ski. Um es zeit­ge­mäß und sinn­voll wei­ter­nut­zen zu kön­nen, wur­de es nun umge­rüs­tet. Die Ein­satz­kräf­te benö­ti­gen es, um so genann­te klei­ne­re tech­ni­sche Hil­fe­leis­tun­gen im Stadt­ge­biet und im gesam­ten Gebiet des ehe­ma­li­gen Land­krei­ses Zeulenroda abzu­si­chern. Seit der Umrüs­tung des Fahr­zeu­ges kön­nen nun die Leis­tun­gen auch für die Gebie­te abge­deckt wer­den, die noch über kei­ne eige­nen Ret­tungs­sät­ze verfügen.

Mate­ri­al­kos­ten belau­fen sich auf rund 15.000 Euro

Zusam­men mit Andre­as Schnei­der hät­ten sich die bei­den Feu­er­wehr­män­ner Gedan­ken dar­über gemacht, wie die benö­tig­ten Hilfs­mit­tel am sinn­volls­ten im Fahr­zeug ange­ord­net wer­den kön­nen, um schnel­len Zugriff auf jedes ein­zel­ne Hilfs­mit­tel zu haben. Ein­zel­ne Aus­zieh­mög­lich­kei­ten zur siche­ren Befes­ti­gung wur­den ein­ge­baut. Arbei­ten wie Not­tür­öff­nun­gen, das Ver­schlie­ßen von Türen oder eine pati­en­ten­ge­rech­te Ret­tung im Wald könn­ten jetzt aus­ge­führt wer­den, ohne dass ein Lösch­fahr­zeug zum Ein­satz kom­men muss.

Rund 15.000 Euro an rei­nen Mate­ri­al­kos­ten habe der Umbau gekos­tet. Die Arbei­ten hat Mario Hoff­mann aus­ge­führt, ohne das er etwas dafür ver­langt hatt. Das Klein­st­ein­satz­fahr­zeug kommt nun mit dem Ruf­ken­ner 73 zum Einsatz.

Allein 2021 wur­den die Mit­glie­der der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Zeulenroda zu 143 Hil­fe­leis­tun­gen geru­fen. Neben der Besei­ti­gung von Ölspu­ren, Tür­öff­nun­gen und Absi­che­run­gen des Ret­tungs­hub­schrau­bers zähl­ten auch Hil­fe­leis­tun­gen zu Ein­satz­grün­den der ins­ge­samt 54 Mit­glie­der der Stütz­punkt­wehr Zeulenroda.

Feu­er­wehr­aus­schuss gewählt

Die Mit­glie­der der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Zeulenroda haben bei ihrer jüngs­ten Sit­zung einen Feu­er­wehr­aus­schuss gewählt. In die­sem sind jeweils Ver­tre­ter der Alters- und Ehren­ab­tei­lung, der Jugend­wehr und der akti­ven Trup­pe ver­tre­ten. Die Aus­schuss­mit­glie­der neh­men sich den Pro­ble­men der Feu­er­wehr­mit­glie­der an, ver­su­chen die­se zu lösen und erst, wenn kei­ne Lösung gefun­den wer­den konn­te, wer­den die­se an die Wehr­lei­tung herangetragen.

So soll zukünf­tig die Arbeit inner­halb der Feu­er­wehr auf meh­re­re Schul­tern ver­teilt wer­den, so Chris­ti­an Komorowski.

OTZ/06.01.2022

Ein Dank an tol­le Men­schen von Hei­di Henze

Hei­di Hen­ze über einen Umbau in Zeulenroda, bei dem alles passt.

Hil­fe­leis­tungs­lösch­fahr­zeu­ge wer­den als die viel­fäl­tigs­ten im deut­schen Feu­er­wehr­we­sen bezeich­net. Gera­de in Zei­ten, in denen sich das Ein­satz­spek­trum von der Brand­be­kämp­fung zur tech­ni­schen Hil­fe­leis­tung ver­schiebt, sind die­se Fahr­zeu­ge aus dem Bestand der Feu­er­weh­ren nicht mehr wegzudenken.

Und auch, wenn das neue Klein­ein­satz­fahr­zeug ein­satz­be­reit ist, so wird das Hil­fe­leis­tungs­lösch­fahr­zeug nicht arbeits­los. Das ist Fakt und wird auch so vom Wehr­lei­ter Chris­ti­an Komo­row­ski bestätigt.

Wenn nun auch noch ein Lan­gen­wol­schen­dor­fer Feu­er­wehr­mann den Zeu­len­ro­da­ern zur Sei­te steht, dann muss ein­fach alles glatt gehen. Und so ist es auch. Der Metall­bau­meis­ter Mario Hoff­mann ist kein Unbe­kann­ter in Zeulenroda. 2017 hat­te er bereits das Fahr­zeug GW-Logis­tik der Zeu­len­ro­da­er Wehr umge­rüs­tet. Damals waren es 35 Stun­den und nun beim Klein­ein­satz­fahr­zeug kamen 15 Stun­den hin­zu. Der Zeu­len­ro­da­er Feu­er­wehr­mann Andre­as Schnei­der stand ihm dabei zur Seite.

War­um tut der Lan­gen­wol­schen­dor­fer, der seit 1986 der Feu­er­wehr ange­hört, so etwas, woll­te ich wis­sen. Und sei­ne Ant­wort kam ganz spon­tan: Er habe ein Fai­ble für die Feu­er­wehr, hel­fe gern, da er auch um die klam­men Kas­sen der Kom­mu­nen weiß. Dan­ke, dass es sol­che Men­schen gibt.

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