Mittwoch, 17 August 2022
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Zeu­len­ro­da­er Feu­er­wehr frischt Wis­sen auf

Coro­nabe­ding­te Wis­sens­lü­cken in der Aus­bil­dung wer­den von den Ein­satz­kräf­ten der Stütz­punkt­wehr Zeulenroda bei einer Zusatz­aus­bil­dung geschlossen.

Das Wich­tigs­te, das bei den Frau­en und Män­nern der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Zeulenroda gilt, ist neben der Ein­satz­be­reit­schaft auch das Wis­sen, was, wann, wie zum Ein­satz kommt, wenn Hil­fe benö­tigt wird, sagt Wehr­füh­rer Chris­ti­an Komorowski.

Nach lan­ger Coro­na-Aus­zeit, in der auch die Aus­bil­dung auf ein Mini­maß redu­ziert wer­den muss­te, haben sich die Ein­satz­kräf­te der Stütz­punkt­feu­er­wehr für eine Zusatz­aus­bil­dung ent­schie­den. Es gilt, das Wis­sen auf­zu­fri­schen, aber auch die­je­ni­gen, die in das Team der akti­ven Wehr auf­ge­nom­men wur­den, zu inte­grie­ren und ihnen das nöti­ge Wis­sen zu ver­mit­teln. Die Mit­glie­der der Wehr haben sich in Eigen­in­itia­ti­ve dazu entschlossen.

Umso mehr sei das hoch anzu­er­ken­nen, haben doch die 391 Mit­glie­der der Ein­satz­ab­tei­lung, unter ihnen 60 Mit­glie­der der akti­ven Wehr, im ver­gan­ge­nen Jahr – trotz Coro­na – 10.257 Aus­bil­dungs­stun­den absol­viert, so Komo­row­ski. Trotz­dem wären Aus­bil­dungs­lü­cken ent­stan­den, beson­ders unter dem Feu­er­wehr­nach­wuchs. Sechs jun­ge Leu­te konn­ten aus der Jugend­wehr Zeulenroda in die akti­ve über­nom­men wer­den. Für sie gilt es nun, die Grund­aus­bil­dung in Triebes zu absol­vie­ren, um dann im Team inte­griert wer­den zu können.

Was­ser­ver­sor­gung geprobt

So wur­de am Sams­tag damit ange­fan­gen und das wird auch in den kom­men­den Wochen fort­ge­führt, wie Komo­row­ski bestä­tigt. Am Sams­tag gab es die ers­te Zusatz­aus­bil­dung im Bereich der „Was­ser­ver­sor­gung”. So konn­ten lan­ge Zeit nur theo­re­tisch durch­dach­te Tätig­kei­ten wie­der prak­tisch geprobt wer­den. Mit ver­schie­de­nen Sta­tio­nen an sämt­li­chen Fahr­zeu­gen wur­den zunächst ein­fa­che, aber eben­so wich­ti­ge Hand­grif­fe geübt. Eine Aus­bil­dung an den Pum­pen soll nun wie­der regel­mä­ßig durch­ge­führt wer­den, eben­so wie der Auf­bau einer lan­gen Weg­stre­cke, die gera­de auf den Dör­fern not­wen­dig ist. Hier wird das Lösch­was­ser aus den vor­han­de­nen Lösch­was­ser­tei­chen in den Orts­tei­len ent­nom­men. Oft sei der Auf­bau einer lan­gen Weg­stre­cke dabei nicht zu vermeiden.

Der Auf­bau einer Saug­lei­tung aus einem offe­nen Gewäs­ser birgt so man­che Schwie­rig­keit. Aber auch bei dem Anschluss der Pum­pen, dem Ver­bin­den der Was­ser­schläu­che und der Absi­che­rung der Zufuhr des Lösch­was­sers soll­te bei einem Ein­satz der Feu­er­wehr im Not­fall jeder Hand­griff sit­zen. Eben­so müs­sen Funk­tio­nen und Hand­ha­bung der Pum­pen zum Ansau­gen des Was­sers geprobt werden.

Gera­de für die neu­en Mit­glie­der, die aus der Jugend­wehr im Alter von 18 Jah­ren dann in die akti­ve Wehr über­nom­men wer­den, sei­en neben den not­wen­di­gen theo­re­ti­schen Vor­aus­set­zun­gen auch die prak­ti­schen Übun­gen im Team beson­ders wich­tig. Hier sei im Ernst­fall die geord­ne­te Hand­lungs­fä­hig­keit im Team bei der Ret­tung von Leben und zur eige­nen Sicher­heit wichtig.

Froh sind die Feu­er­wehr­frau­en und ‑män­ner, dass sie nun wie­der ihr Auf­ga­ben­spek­trum neben den Ein­sät­zen – im Jahr 2021 wur­den sie zu 83 Brän­den und 240 Hil­fe­leis­tun­gen geru­fen – absol­vie­ren kön­nen. Schließ­lich müss­ten Mann­schaft und Mate­ri­al nicht nur theo­re­tisch, son­dern auch prak­tisch eine gute gemein­sa­me Ein­heit bilden.

Kreis­zelt­la­ger in Langenwolschendorf

Neben den Mit­glie­dern der akti­ven Feu­er­wehr wird aber auch das Augen­merk auf den Nach­wuchs gelegt. Um zukünf­tig auf gute Nach­wuchs­kräf­te set­zen zu kön­nen, fin­det in die­sem Jahr wie­der ein Kreis­zelt­la­ger der Jugend­weh­ren des Land­krei­ses Greiz statt. Vom 1. bis 3. Juli wer­den sich die Nach­wuchs­kräf­te in Lan­gen­wol­schen­dorf auf dem Sport­platz tref­fen und in gemein­sa­men Aktio­nen ihr schon erwor­be­nes Wis­sen unter Beweis stel­len und die Gemein­schaft leben, infor­miert Chris­ti­an Komo­row­ski in sei­ner Funk­ti­on als Kreisjugendwart.

In den ver­gan­ge­nen Jah­ren muss­te das Kreis­ju­gend­zelt­la­ger wegen der Pan­de­mie ver­scho­ben wer­den und so wür­de auch hier Nach­hol­be­darf bestehen, ist sich Komo­row­ski sicher. Gera­de unter den Jüngs­ten sei es wich­tig, dass sie sich im Team inte­griert füh­len und ihr Wis­sen unter Beweis stel­len können.

OTZ/31.05.2022

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