Samstag, 21 September 2019
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Kreis­jun­gend­feu­er­wehr Greiz will Nach­wuchs­ar­beit wei­ter aus­bau­en

Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­aus­schuss Greiz berät über wei­te­re Stra­te­gie, Per­so­na­lie und Ver­an­stal­tungs­hö­he­punk­te

Ein Jahr der Pre­mie­ren liegt hin­ter der Kreis­ju­gend­feu­er­wehr Greiz. Seit Dezem­ber 2015 ist die Kreis­ju­gend­feu­er­wehr ein­ge­tra­ge­ner Ver­ein. “Dadurch haben wir mehr Mög­lich­kei­ten, Ver­an­stal­tun­gen durch­zu­füh­ren und zu fin­anzie­ren”, so Vor­sit­zen­der und Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­wart Chris­ti­an Komo­row­ski.

Denn neben Spen­den wird der Ver­ein auch mit Mit­teln des Jugend- und Sozi­al­am­tes bedacht. So konn­ten bereits der ers­te Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­tag oder ein Zelt­la­ger für die jun­gen Mit­glie­der umge­setzt wer­den. Ins­ge­samt 621 Mit­glie­der aus 21 Jugend­feu­er­weh­ren von ins­ge­samt 44 Jugend­feu­er­weh­ren im Land­kreis Greiz haben sich der Kreis­ju­gend­feu­er­wehr mitt­ler­wei­le ange­schlos­sen.

Deren Ver­tre­ter fan­den sich am Frei­tag­abend in der Stütz­punkt­feu­er­wehr Zeulenroda ein, um die Ver­an­stal­tun­gen des Jah­res zu pla­nen, aber auch Pro­ble­me zu bespre­chen. Denn die Mit­tel des Land­rats­am­tes sind zur Jugend­för­de­rung gedacht, doch die Aus­wer­tung der Mit­glieds­an­trä­ge zeich­ne­te ein ande­res Bild: Ledig­lich 39 Pro­zent der Mit­glie­der zäh­len laut den der­zei­ti­gen Ergeb­nis­sen zur Jugend­feu­er­wehr, 56 Pro­zent hin­ge­gen zur Ein­satz­ab­tei­lung. So ver­zeich­net etwa Berga bei 64 Mit­glie­dern gera­de mal 22 Jugend­feu­er­wehr­leu­te.

Ände­rung der Sat­zung mög­lich

“Daher müs­sen wir über­le­gen, ob wir für die Ein­satz­ab­tei­lung einen Bei­trag erhe­ben. Denn das Geld soll wei­ter in die Ver­an­stal­tun­gen für die Jugend flie­ßen”, warf der Vor­stand mit Blick auf stei­gen­de Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen ein. Dafür müss­te die Sat­zung geän­dert wer­den, denn bis­her ist die Mit­glied­schaft kos­ten­los. Die Zah­len erstaun­ten die Jugend­feu­er­wehr­war­te im Hin­blick auf die Nach­wuchs­ar­beit in ihren Regio­nen. Nun müs­se zuerst geprüft wer­den, ob Anträ­ge falsch aus­ge­füllt wur­den.

Kein Wider­stand reg­te sich unter­des­sen bei der Bestä­ti­gung des neu­en Kreis­ju­gend­spre­chers. Nach­dem der Zeu­len­ro­da­er Sebas­ti­an Schmie­del aus beruf­li­chen Grün­den sein Amt nie­der­ge­legt hat­te, fand sich nur ein Bewer­ber auf den Pos­ten. Leon Schmalz, eben­falls Mit­glied der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Zeulenroda, über­nimmt das Amt. Der 17-Jäh­ri­ge ist seit 2009 Mit­glied der Jugend­feu­er­wehr, absol­vier­te bereits die Sprech­fun­ker-Aus­bil­dung. Mit Zuver­läs­sig­keit, Ehr­geiz und Hilfs­be­reit­schaft, wol­le er sei­ne Rol­le ange­hen und sowohl die Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­lei­tung unter­stütz­ten als auch ein offe­nes Ohr für die Anlie­gen der Mit­glie­der haben, ver­si­cher­te Schmalz.

Nach der guten Reso­nanz des ers­ten Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­ta­ges soll die­ser am 1. Juli eine Fort­set­zung im Zeu­len­ro­da­er Wald­sta­di­on fin­den. Um für Unter­hal­tung zu sor­gen, ist für die Mit­glie­der eine Grup­pen­sta­fet­te geplant. Nor­bert Daß­ler stell­te das kom­ple­xe Kon­zept des Staf­fel­lau­fes vor, bei dem jedem Teil­neh­mer eine Auf­ga­be zukommt, vom Schlauch Ankup­peln bis zum Abschie­ßen von Dosen mit der Kübel­sprit­ze, und bot an, den Ablauf mit den Jugend­li­chen zu üben, um für mehr Über­sicht zu sor­gen.

Ter­min­li­che Über­schnei­dung

Dane­ben kön­nen sich die jun­gen Feu­er­wehr­leu­te auch Wissens‑, Tech­nik- und Pra­xis­auf­ga­ben stel­len, um die Abzei­chen der Jugend­flam­me zu erhal­ten. Die Teil­neh­mer­ge­bühr trägt der Ver­ein. Für Abwechs­lung und den nöti­gen Spaß­fak­tor sol­len zudem ein Bun­gee Tram­po­lin und der Was­ser­sport Aqua Ball sor­gen.

So sehr die Pla­nung des Vor­stan­des auch auf Zustim­mung stieß, reg­te sich bei der Wahl des Datums Kri­tik. Der Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­tag über­schnei­det sich mit den Pro­jekt­ta­gen der Thü­rin­ger Jugend­feu­er­wehr in Ober­hof, zu der sich schon eini­ge Mit­glie­der ange­mel­det haben. Ob die Zeu­len­ro­da­er Ver­an­stal­tung noch ver­scho­ben wer­den kön­ne, sei wegen der Aus­las­tung des Wald­sta­di­ons frag­lich, warf Chris­ti­an Komo­row­ski ein, ver­si­cher­te aber, zumin­dest zu ver­su­chen, den Ter­min zu ver­schie­ben.

Nach­dem im Vor­jahr bereits knapp 300 Euro in die Mie­te eines Ver­kaufs­stan­des vom ört­li­chen Bau­hof flos­sen, plant der Ver­ein in die­sem Jahr einen eige­nen Stand zu erwer­ben bezie­hungs­wei­se soweit wie mög­lich kos­ten­güns­tig selbst zu bau­en. Ent­spre­chen­de Ange­bo­te sol­len bis zur Mit­glie­der­ver­samm­lung der Kreis­ju­gend­feu­er­wehr am 7. April vor­lie­gen.

Als wei­te­re Ver­an­stal­tun­gen sind etwa ein Grund­kurs zur Not­fall­dar­stel­lung im August oder die erneu­te Teil­nah­me am Weih­nachts­markt in Zeulenroda-Triebes geplant.

Rebec­ca Rech / 30.01.17

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