Sonntag, 4 Dezember 2022
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Auma­er Feu­er­wehr braucht neue Führung

Wehr­lei­ter Peter Fischer ist ortsabwesend

Außer­plan­mä­ßig infor­mier­te am Diens­tag zur Sit­zung des Haupt- und Finanz­aus­schus­ses Aumas Bür­ger­meis­ter Ger­not Pur­kart über die Ein­satz­be­reit­schaft der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Auma. Dabei ver­wies er auf ein Schrei­ben von Stadt­brand­in­spek­tor Sven Zim­mer­mann, in dem fest­ge­stellt wur­de, dass sich in den letz­ten Wochen die Ein­satz­be­reit­schaft der Wehr struk­tu­rell ver­bes­sert habe, dies wäre auch auf Gesprä­che mit den Orts­teil­feu­er­weh­ren zurückzuführen. 

Mitt­ler­wei­le wäre die Ein­satz­stär­ke sowohl am Tag als auch nachts gege­ben. Man hat­te bereits ange­dacht, die Part­ner­schafts­ver­trä­ge über Hil­fe­leis­tun­gen der Zeu­len­ro­da­er und Trip­ti­ser Feu­er­weh­ren wie­der zu kün­di­gen. Das ein­zi­ge Pro­blem wäre noch gewe­sen, dass sich seit der Wahl noch immer kein stell­ver­tre­ten­der Wehr­lei­ter gefun­den habe. Dazu gab es es nun am Diens­tag eine Hiobs­bot­schaft, denn Wehr­lei­ter Peter Fischer, der am 30. Juli die­ses Jah­res von den Kame­ra­den gewählt wur­de, sieht sich mit sofor­ti­ger Wir­kung außer Stan­de, die­se Funk­ti­on wei­ter aus­zu­üben. Ab kom­men­der Woche tritt er in Jena eine neue Arbeits­stel­le an, die es zeit­lich nicht mehr zulässt, tags­über in Auma prä­sent zu sein. 

Außer­dem wür­de er damit auch die Arbeit mit der Jugend­feu­er­wehr nicht mehr wei­ter fort­füh­ren kön­nen. Die­se hat­te sich gut bewährt, denn allein in die­sem Jahr konn­ten fünf jun­ge Kame­ra­den in die Wehr über­nom­men wer­den. Für die noch ver­blei­ben­den sie­ben Jugend­li­chen gäbe es laut Fischer kei­ne Aus­bil­dungs­mög­lich­kei­ten mehr, da dies auf­grund man­geln­der Qua­li­fi­zie­rung kein ande­rer Kame­rad über­neh­men kön­ne. Da auch Stadt­brand­in­spek­tor Sven Zim­mer­mann sei­ne Funk­ti­on nur für zwei Jah­re über­nom­men hat und dann auf­hö­ren will, steht Auma vor einem gro­ßen Pro­blem in Sachen Brandschutz. 

Die Stadt­rä­te zeig­ten sich vom neu­es­ten Stand eben­so über­rascht wie der Bür­ger­meis­ter und ver­wie­sen dar­auf, dass die Situa­ti­on so schnell wie mög­lich in Ord­nung zu brin­gen sei. Es müs­se mit den Kame­ra­den der Orts­teil­feu­er­weh­ren gespro­chen wer­den, und dann wäre nach einer Lösung die in Rich­tung Ein­stel­lung der ent­spre­chen­den Kame­ra­den in den VG-Bau­hof zie­le, zu suchen. 

Ord­nungs­amts­lei­ter Scha­le beton­te, dass das Pro­blem der Lei­tungs­struk­tur ein lan­des­wei­tes sei. Zum einen sind hohe Wei­ter­bil­dungs­an­for­de­run­gen gestellt, die sich durch die Unfäl­le in Nie­der­pöll­nitz noch erhöh­ten, zum ande­ren habe man nicht die Kame­ra­den, die schon eine ent­spre­chen­de Aus­bil­dung haben oder bereit wären, eine sol­che zu absol­vie­ren. Außer Fischer und Zim­mer­mann wäre Zug­füh­rer die nächst höhe­re Aus­bil­dungs­stu­fe in der Auma­er Wehr. Das reicht aber nicht für eine Wehrleiterfunktion. 

Die Situa­ti­on bei der Auma­er Feu­er­wehr ist also wie­der in eine neue Pha­se gera­ten, in der nun schnel­les Han­deln gefragt ist. Dabei ist natür­lich auch das Stadt­par­la­ment mit Rat und Tat gefragt. 

Quel­le: OTZ Aus­ga­be 2004-12-04; Redak­teur Kars­ten Schoß

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