Dienstag, 16 Juli 2019
Not­ruf : 112

Tank­lösch­fahr­zeug TLF 24/48

Fahr­zeug­kenn­da­ten:
Funk­ruf­na­me:Flo­ri­an Zeulenroda 24
Fahr­zeug­typ:Mer­ce­des-Benz
Fahr­ge­stell­typ:1831 AK
Auf­bau:Zieg­ler
Bau­jahr:1996
Anschaf­fung:25.07.1996
Erst­zu­las­sung:25.07.1996
KFZ-Kenn­zei­chen:GRZ 2372
Hub­raum:9572 ccm
Leis­tung:230 kw
zul. Gesamt­ge­wicht:17000 kg
Antrieb:All­rad
Län­ge:7400 mm
Brei­te:2500 mm
Höhe:3300 mm
feu­er­wehr­tech­ni­sche Daten:
Besat­zung: 1/2
Pum­pen­leis­tung: 2400 l/min bei 8 bar
Lösch­mit­tel­tank: 4800 l Was­ser; 500 l Schaum­bild­ner
Dach­mo­ni­tor: Schaum­was­ser­wer­fer
Schnell­an­griffs­ein­rich­tung: 50 m C
B-Schläu­che: 6
C-Schläu­che: 3
Ver­tei­ler: 1
Strahl­roh­re: 1 CM; 1 BM
Schaum­roh­re: 1 M4; 2 S8
Zumi­scher: 1 Z4; 2 Z8
Steck­lei­ter: 2 Tei­le
Atem­schutz­ge­rät: 2
Hit­ze­schutz­klei­dung: 2
Pul­ver­lö­scher: PG 12H
Ver­bands­kas­ten: 1
Über­druck­lüf­ter: 1

Wis­sens­wer­tes zum TLF 24/48

His­to­ri­sches

Das Tank­lösch­fahr­zeug TLF 24/48, in unse­rer Wehr auch ger­ne Rie­sen­ba­by genannt, wur­de im Juli 1996 in der Stütz­punkt­feu­er­wehr Zeulenroda in Dienst gestellt. Es lös­te unse­re frü­he­re “Eisen­sau”, ein selbst auf­ge­bau­tes Tank­lösch­fahr­zeug aus einem aus­ran­gier­ten Was­ser­wer­ferfahr­zeug des BGS, ab und ist nun der gro­ße Bru­der unse­res TLF 16/24. Das Fahr­zeug wur­de drin­gend benö­tigt um eine aus­rei­chen­de Was­ser­ver­sor­gung im Ein­satz­fall in der Stadt und im länd­li­chen und sehr bewal­de­ten Umland sicher­zu­stel­len. Seit der Indienst­stel­lung rückt das TLF 24/48 zu nahe­zu jedem Brand­ein­satz aus.

Feu­er­wehr­tech­ni­sche Gesichts­punk­te

Die Haupt­auf­ga­be des Tank­lösch­fahr­zeu­ges ist die Sicher­stel­lung einer aus­rei­chen­den Was­ser­ver­sor­gung in diver­sen Ein­satz­la­gen. Aus die­sem Grund ver­fügt das TLF 24/48 über einen Lösch­was­ser­tank mit einem Fas­sungs­ver­mö­gen von 4800 Liter sowie einen Schaum­bild­ner­tank mit einem Fas­sungs­ver­mö­gen von 500 Liter. Die feu­er­wehr­tech­ni­sche Bela­dung fällt daher aus Platz­grün­den etwas spär­lich aus. Für die Besat­zung ist die Aus­stat­tung an Lösch­tech­nik jedoch völ­lig aus­rei­chend. Das Fahr­zeug kann in was­ser­ar­men Gebie­ten zur Lösch­was­ser­her­bei­füh­rung im Pen­del­ver­kehr oder zur Was­ser­puf­fe­rung ein­ge­setzt wer­den.

Das TLF 24/48 ist ein Lösch­fahr­zeug mit einer vom Fahr­zeug­mo­tor ange­trie­be­nen Feu­er­lösch­krei­sel­pum­pe. Die Pum­pen­leis­tung beträgt 2400 Liter pro Minu­te bei 8 Bar. Die­se Daten kön­nen auch aus der Kurz­be­zeich­nung ent­nom­men wer­den, mehr dazu wei­ter unten. Auf­grund die­ser hohen Pum­pen­leis­tung eig­net sich das Fahr­zeug zu Ein­sät­zen bei denen eine gro­ße Was­ser­men­ge am Brand­herd oder eine gro­ße Wurf­wei­te des Lösch­mit­tels benö­tigt wird.

Durch das eben­falls mit­ge­führ­te Schaum­bild­ner­kon­zen­trat (500 Liter) ist das Tank­lösch­fahr­zeug in der Lage an der Ein­satz­stel­le eine gro­ße Men­ge Schaum, auch für ande­re Ein­satz­fahr­zeu­ge, her­zu­stel­len. Bei einer Zumi­schung von 3 Pro­zent Schaum­bild­ner zum Lösch­was­ser kann das TLF 24/48 bis zu 3 Mil­lio­nen Liter Mit­tel­schaum erzeu­gen.

Eine wei­te­re Stär­ke des Fahr­zeu­ges bei der Brand­be­kämp­fung ist der Dach­mo­ni­tor, ein hydrau­lisch bedien­ba­rer Schaum-Was­ser-Wer­fer auf dem Dach des TLF. Die Wurf­wei­te des Dach­mo­ni­tors kann, abhän­gig des Lösch­mit­tels bis zu 60 Meter betra­gen. Somit kann das Tank­lösch­fahr­zeug auch aus siche­rer Ent­fer­nung eine effek­ti­ve Brand­be­kämp­fung vor­neh­men. Wenn man bedenkt, dass die Was­ser­durch­fluss­men­ge des Schaum-Was­ser-Wer­fers bis zu 2400 Liter pro Minu­te betra­gen kann, so kann das Fahr­zeug ohne zusätz­li­che Was­ser­ver­sor­gung bereits nach 2 Minu­ten leer gepumpt sein.

Die Besat­zung des TLF 24/48 besteht aus drei Mann, einem Fah­rer, einem Trupp­füh­rer und einem Trupp­mann. Sie sit­zen zu dritt neben­ein­an­der in der Fahr­zeug­ka­bi­ne wobei der Trupp­mann in der Mit­te sitzt. Die Auf­ga­ben der Besat­zung sind von der jewei­li­gen Ein­satz­la­ge abhän­gig. Bei Brand­ein­sät­zen (spe­zi­ell Gebäu­de­brän­den mit Gefahr für Mensch und Tier) fun­giert der Trupp in unse­rer Wehr in der Regel als Angriffs­trupp und geht zur Ret­tung und Brand­be­kämp­fung vor, bei ander­wär­ti­gen Brand­ein­sät­zen z.B. Wald- und Ödland­brän­den (Ein­sät­ze mit Schwer­punkt Was­ser­ver­sor­gung) fun­giert die Besat­zung als Was­ser­trupp.

Erklä­rung der Kurz­be­zeich­nung TLF 24/48

Im Feu­er­wehr­we­sen gibt es wie in vie­len ande­ren Berei­chen für fast jedes Gerät eine Kurz­be­zeich­nung wel­che sich aus einer DIN-Norm (deut­sche Büro­kra­tie lässt grü­ßen) ablei­ten lässt. Die Kurz­form TLF steht in der Feu­er­wehr für Tank­lösch­fahr­zeug. Allein aus die­ser Bezeich­nung lässt sich ablei­ten, wie vie­le Ein­satz­kräf­te auf die­sem Fahr­zeug sit­zen. In aller Regel han­delt es sich bei Tank­lösch­fahr­zeu­gen näm­lich um Trupp- (3-Mann-Besat­zung) oder Staf­fel-Fahr­zeu­ge (6-Mann-Besat­zung). Eine Staf­fel­be­sat­zung ist aber nur bei klei­ne­ren Tank­lösch­fahr­zeu­gen mit weni­ger Was­ser­tank­vo­lu­men gän­gig.

Die ers­te Zif­fer, also die 24, bezeich­net die Pum­pen­leis­tung des Fahr­zeu­ges. Wenn man die 24 mit 100 mul­ti­pli­ziert, erhält man die Was­ser­för­der­men­ge pro Minu­te. Der Was­ser­druck der zur Ver­fü­gung gestellt wer­den kann beträgt immer 8 Bar. Somit ist das Fahr­zeug in der Lage die Was­ser­men­ge in einer Schlauch­lei­tung ca. 80 Meter in die Höhe zu pum­pen. Die zwei­te Zif­fer mit 100 mul­ti­pli­ziert gibt Aus­kunft über die im Was­ser­tank mit­ge­führ­te Lösch­was­ser­men­ge. Hier also 4800 Liter.

Ach­tung: Eine klei­ne Unge­reimt­heit gibt es bei die­sem Fahr­zeug noch. Es wur­de nur das TLF 24/50 genormt. Eine Norm für das TLF 24/48 gab es nicht, bzw. wur­de von der Norm für das TLF 24/50 mit abge­deckt. Mitt­ler­wei­le ist die­ses Fahr­zeug gänz­lichst unge­normt. Es gibt eine Rei­he TLF 24/50 die in Wirk­lich­keit statt 5000 Liter Was­ser nur 4800 Liter haben.

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