Seite: | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |

15-jähriger Mopedfahrer bei Unfall in Zeulenroda-Triebes schwer verletzt

2018-11-06

Bei einem Unfall in Zeulenroda-Triebes wurde am Montag ein 15-Jähriger schwer verletzt. Laut Polizei war der Jugendliche mit seinem Moped unterwegs als ihm ein Autofahrer die Vorfahrt nahm und es zur Kollision kam.

Der 15-Jährige zog sich dabei schwere Verletzungen zu und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum geflogen. Der Auto-Fahrer blieb unverletzt.

red / 06.11.18 / OTZ

Feuerwehren der Zeulenrodaer Region meistern Übungs-Großeinsatz

2018-10-13

In einem Gebäude bricht Feuer aus. Die Räume sind nur über einen Gang zu erreichen und mehrere Personen sind eingeschlossen. Ein Horrorszenario für die Feuerwehr.

Langsam verschwindet die Sonne hinter dem Bürogebäude in der Wemastraße. Plötzlich zerschneiden Schreie die Idylle. „Feuer! Hilfe!“, ruft es aus einem offenen Fenster im zweiten Stock. Menschen schauen hinaus und winken hektisch nach unten.

Um 18.24 Uhr alarmiert die zentrale Leitstelle in Gera die Feuerwehren in Zeulenroda, Niederböhmersdorf und Langenwolschendorf. „Brand in einem Bürogebäude. Mehrere Personen sind eingeschlossen“, knarzt es aus dem Funkgerät des Stellvertretenden Wehrführers der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda Christian Komorowski.

Mit einem roten Kombi mit der Aufschrift Feuerwehr düst er los, um sich als Einsatzleiter vor Ort eine Übersicht zu verschaffen. Das ist der Anfang eines Einsatzes, der 63 Feuerwehrleute aus neun Wehren bis spät in den Abend beschäftigen wird.

Zum Glück handelt es sich bei diesem Szenario am Donnerstag nur um eine Übung. Einmal im Jahr proben die Wehren aus Zeulenroda und der Umgebung den Ernstfall. „Die Kameraden aus den kleineren Dörfern fahren mitunter nur einmal im Jahr zu einem Einsatz raus. Aber auch für alle anderen ist es wichtig, ihre Fähigkeiten unter realistischen Bedingungen auszutesten“, sagt Komorowski.

Um 18.32 Uhr sind die Einsatzkräfte aus den drei alarmierten Wehren vor Ort. Wenn man bedenkt, dass die Feuerwehrleute erst aus ihren Wohnungen zur Wache fahren müssen, eine heraussragende Zeit. Komorowski sagt, einige Kollegen hätten anfangs nicht gewusst, dass es sich um eine Übung handelt. Die Hilfsfrist beträgt zehn Minuten.

Einsatzleiter koordiniert die Aufgaben der Wehren

Einsatzleiter Komorowski verortet den Brand im dritten Stock, weil dort der meiste Rauch ins Freie strömt. Der mit einer Nebelmaschine erzeugte Qualm führt dazu, dass in den Etagen, in denen die Personen eingeschlossen sind, die Hand vor den Augen kaum zu sehen ist. Die Hilfesuchenden sind im zweiten und vierten Stock. Bei einem Brand wäre der Rauch schwarz und giftig. Ein Feuerwehrmann fordert die Personen von unten auf, in den Räumen und am Fenster zu bleiben.

Schnell wird klar: Die Ressourcen werden nicht reichen. Komorowski alarmiert die Feuerwehren aus den umliegenden Standorten nach. Eine viertel Stunde nach dem der Alarm ausgelöst wurde, sind auch diese Einsatzkräfte eingetroffen. An der Frontseite fährt eine Drehleiter aus, um die Menschen im vierten Stock zu befreien. Das geht relativ leicht. Etwas schwieriger ist es auf der zur Straße gewandten Seite des Gebäudes. Ein Metallzaun und eine Wiese verhindern den ¬sicheren Stand des Drehleiter-Fahrzeugs. So muss eine Schiebeleiter ran. Die richtige Ausrichtung an der Fassade zu finden fällt nicht leicht. Schließlich klettert ein Feuerwehrmann nach oben, um die Personen zu befreien. Diese werden gesichert und dürfen nach unten klettern.

Was machen, wenn die Eingeschlossenen nicht schwindelfrei sind? „Dann muss man ruhig erklären, dass es keine andere Möglichkeit gibt, gerettet zu werden“, sagt Komorowski.

Inzwischen wird es von Minute zu Minute finsterer. Gut, dass die nachgerückten Kollegen auf dem Parkplatz vor dem Gebäude für taghelle Beleuchtung sorgen. „Der Zeitpunkt der Übung war absichtlich so gewählt. Bei einbrechender Dunkelheit ist es wichtig, rechtzeitig für Licht zu sorgen“, sagt Komorowski. Das Wasser läuft inzwischen durch die Schläuche und gegen 18.45 Uhr haben die Atemgerätträger das Feuer entdeckt. In dem Fall: Eine blinkende Lampe neben der Nebelmaschine.

Mit schwererer Rüstung durch Rauch und Feuer

Vier Trupps mit schwerem Gerät ziehen bei diesem Einsatz durch das Gebäude. Sie haben die heißeste Aufgabe. Ihre Ausrüstung mit Pressluftatmer, Brechzeug und dem Atemschutzhelm wiegt gut 15 Kilogramm. Im Ernstfall kommt noch die Hitze des Feuers hinzu. Sie brauchen eine spezielle Ausbildung und müssen ihre Gesundheit nachweisen. Stets zu zweit durchkämmen sie die Räume. Zwei weitere Geräteträger bleiben zur Absicherung vor dem Gebäude. „Die müssen eingreifen können, falls etwas schief läuft“, sagt Komorowski.

Es ist 19 Uhr. Das Feuer ist gelöscht, die Personen sind in Sicherheit. Ein letzter Trupp mit Atemgeräten durchkämmt das Gebäude – leuchtet in jede Ecke und ruft nach unentdeckten Personen. Obwohl mobile Lüfter den Rauch herausblasen und die Fenster geöffnet sind, fällt die Sicht noch immer schwer. Der Trupp öffnet Schränke und schaut in Nischen. „Kleine Kinder verstecken sich oft in Schränken“, sagt Komorowski.

Jetzt geht es daran die Einsatzfähigkeit wiederherzustellen und die Übung auszuwerten. „Wir ziehen ein positives Fazit“, sagt er. Die schnelle Einsatzbereitschaft, das Zusammenspiel der Wehren und die Vorgehensweise während des Einsatzes haben ihm gut gefallen.

Um 21.30 Uhr ist die Nachbesprechung beendet. Eine halbe Stunde später aber, löst der Alarm in Zeulenroda erneut aus. Ein Wildunfall bei dem Öl austritt. Doch man wisse nie, was hinter dem nächsten Alarmklingeln steckt. Und da ist es gut, das Übungslevel Großeinsatz erfolgreich gemeistert zu haben.

Eckpunkte des Einsatzes:
Das Szenario des Übungseinsatzes: Ein Brand in der dritten und vierten Etage eines -Bürogebäudes. Verletzte Personen sind in mehreren Wohnungen von Rauch und Feuer eingeschlossen.

Die beteiligte Wehren waren: Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda, Niederböhmersdorf, Langenwolschendorf, Pöllwitz, Weckersdorf, Pahren, Kleinwolschendorf, Merkendorf/Silberfeld und Zadelsdorf

63 Feuerwehrleute waren insgesamt vor Ort im Einsatz.

Diese Fahrzeuge waren im Einsatz: Einsatzleitwagen, Kommandowagen, Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, Tanklöschfahrzeug TLF 16/24, Drehleiter DLK 23/12, Gerätewagen Logistik, Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz, Löschgruppenfahrzeug 8/6, vier Kleinlöschfahrzeuge Thüringen, vier Mannschaftstransportwagen.

Norman Börner / 13.10.18

Räucherofen war Schuld am Rauch

2018-10-12

Schnelle Entwarnung Vor Ort

Am Mittwochabend gegen 19.30 Uhr wurde die Zeulenrodaer Stützpunktwehr alarmiert. An­wohner in der Schopperstraße in Zeulenroda-Triebes meldeten eine Rauentwicklung aus einer dort ansässigen Fleischerei und informierten die Rettungs­leitstelle. Mit drei Fahrzeugen und 16 Kameraden rückten die Zeulenrodaer aus. Rettungsdienst und Polizei waren ebenso vor Ort. Glücklicherweise stellte sich schnell heraus, dass ein Räucherofen der Fleischerei, der gerade noch betrieben wurde, die Rauentwicklung verursacht hatte. Die Kameraden der Stützpunktwehr konnten schnell Entwarnung geben.

OTZ / 12.10.18

Seite: | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
Seitengenerierung in 0.024210929870605 Sekunden