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In der Scheune zum Stehen gekommen

2018-07-11

Gestern Morgen, gegen 7. 40 Uhr, befuhr der 38-jährige Fahrer eines Mercedes Sprinters die Straße von Langenwolschendorf nach Kleinwolschendorf. Kurz vor dem Ortseingang von Kleinwolschendorf, einem Ortsteil von Zeulenroda-Triebes, kam der Fahrer in der Rechtskurve mit seinem Fahrzeug aus bislang unbekannten Gründen nach links von der Straße ab. In einer Scheune kam er zum Stehen. Dadurch wurde der Eingangsbereich sowie die rechte Seite der Scheune erheblich beschädigt. Durch den Unfall wurde der 38-Jährige verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Die Straße war für knapp zwei Stunden voll gesperrt. Vor Ort waren Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Zeulenroda sowie die der Ortsteilwehr Kleinwolschendorf vor Ort.

Die Feuerwehrleute stützten provisorisch die Scheune, in der Fahrzeuge untergebracht waren, ab.

OTZ / 11.07.18

Seit gestern gilt für den Bereich des Forstamtes Weida Waldbrandgefahrenstufe 4

2018-07-06

Die anhaltende Trockenheit erinnert schon an das Extremjahr 2003. Besonders betroffen sind das Altenburger Land und die Region um Gera.

Seit gestern gilt für den gesamten Bereich des Forstamtes Weida die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe. Die Stufe vier gilt ab sofort für die Landkreise Greiz und Altenburger Land sowie für Gera und das Umland, sagt Forstamtschef Karsten Schröder.

Es gebe zwar immer mal auch längere Trockenperioden, „aber dieses Jahr ist es insgesamt schon ungewöhnlich“, so Schröder. Während es in Greiz und Umgebung in den zurückliegenden Wochen und Monaten wenigsten ab und an geregnet hat, fiel in Gera und im Altenburger Land seit April so gut wie kein Regen. „Das erinnert schon an das Extremjahr 2003“, sagt der Forstamtsleiter. Damals vertrockneten sogar Bäume im Wald, was äußerst selten vorkomme. „Wenn das dieses Jahr so weitergeht, machen wir uns Sorgen“, betont Karsten Schröder. Er fürchtet um die Vitalität vor allem der empfindlichen Bäume wie Fichte, „es kann aber auch Eichen betreffen, die eigentlich an die Trockenheit angepasst sind“, weiß der Fachmann. Die Dürre setzt besonders den an Südhängen stehenden Bäumen zu.

Der Appell von Karsten Schröder: „Das Rauchverbot muss unbedingt eingehalten werden. Das kann man gar nicht oft genug sagen“, so der Forstamtschef. Wenn es in der Vergangenheit gebrannt hat, dann oft entlang von Wegen und Straßen, so dass der Verdacht nahe liegt, dass aus dem Auto geworfene Zigarettenkippen Brandursache gewesen sind.

Offenes Feuer ist nur erlaubt, wenn es mindestens in einem Abstand von 100 Metern vom Wald entfernt entzündet wird; bei Grundstücksbebauung am Wald müssen es mehr als 30 Meter sein. „Wer also eine Grillparty plant, sollte sich überlegen, ob er auf einen Elektrogrill zurückgreift oder die Speisen im Haus zubereitet“, sagt Schröder und erklärt, warum: „Schon Funkenflug kann dafür sorgen, dass ein Brand entsteht.“

Autos sollten derzeit nicht im trockenen Gras geparkt werden, denn Katalysator und Abgasanlage sind so heiß, dass sie es entzünden können. „Da geht das Auto gleich mit drauf, der Verursacher wird also mitbestraft“, bringt es der Leiter des Forstamtes auf den Punkt.

Noch vor 20 Jahren haben die Förster bei Witterungsbedingungen wie den aktuellen Kontrollen im Wald durchgeführt und bei Bedarf komplette Wälder gesperrt. Auf Kontrollgänge wird heute verzichtet, und zwar wegen der Handys. „Die meisten Leute haben eins. Die Bevölkerung hat uns in den letzten Jahren gut geholfen und schon kleinste Rauchentwicklungen gemeldet. So konnte die Feuerwehr ganz schnell vor Ort sein“, erzählt Karsten Schröder. Sollte die höchste Waldbrandgefahrenstufe über mehrere Tage gelten, müssen sich Besucher an das Wegegebot halten. Das bedeutet, dass sie nicht mehr in den Wald gehen dürfen, sondern auf den Wegen bleiben müssen.

Auf die Arbeit der Förster habe die Trockenheit wenig Einfluss. Die wären zu dieser Jahreszeit eigentlich mit der Pflege der Jungwaldflächen beschäftigt. Doch sie sind seit Januar mit der Beseitigung der Schäden, die der Orkan Friederike angerichtet hat, beschäftigt. Das bedeutet, dass sie keine Pflanzungen vorgenommen haben. Zum Glück, wie sich jetzt herausstellt, „die Pflanzen wären bei der Trockenheit alle eingegangen“, ist Karsten Schröder überzeugt.

Aktuelle Infos zur Waldbrandgefahr unter ?www.thueringenforst.de/aktuelles-medien/waldbrandgefahrenstufenkarte

Katja Grieser / 06.07.18

Oberland-Jugendfeuerwehren im 24-Stunden-Dienst in Bernsgrün

2018-07-03

Lernen für die Zukunft: Personensuche, Brandlöschung, Fahrzeuggerätekunde und Stationsbetrieb

24 Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehren Bernsgrün/Arnsgrün, Cossengrün und Pöllwitz haben ihren 24-Stunden-Dienst in Bernsgrün absolviert.

Zum Programm gehörte eine Personensuche am Weißen Stein in Richtung Mehltheuer. Außerdem musste ein brennendes Auto gelöscht werden. Unterricht erhielten die Kinder auch in Fahrzeuggerätekunde, bevor sie ausrückten, um ein vermisstes Kind, das sich im Wald in einem Baum eingeklemmt hatte, zu befreien und den Rettungssanitätern zu übergeben. Danach galt es im Feuerwehrhaus vier Stationen zu meistern. Zwei Stationen übernahmen dabei Alexander Richter und Etienne Reißmann von den Johannitern aus Plauen, die mit dem Rettungswagen vor Ort waren.

Die Jugendfeuerwehrmitglieder staunten über die vielen Geräte im Fahrzeug, darüber wie schwer zum Beispiel der Kindernotfallkoffer ist und wie EKG-Monitor-und Beatmungsgerät, Absaugpumpe, Vakuummatratze, Tragetuch und -stuhl funktionieren. An einer weiteren Station drehte sich alles um den Sanitätskasten. Die Kinder lernten, einen Arm zu schienen, eine Beule am Kopf zu kühlen und einen Verband anzulegen. Schließlich galt es noch zu üben, wie sie bei einem Brand einen Notruf an die Leitstelle richtig absetzen. Es gab auch Spaßspiele, Knotenkunde, Strahlrohrtraining und einen Wiesenbrand am nahe gelegenen Silbersee.

Gabriele Wetzel / 03.07.18

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