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Eine halbe Tonne Stroh bei Weißendorf in Flammen aufgegangen

2018-08-02

Feuerwehren aus Zeulenroda und Triebes löschen brennende Strohpresse auf der Zeulenrodaer Straße (L1083)

Ein 56-jähriger Landwirt, der den ganzen Tag auf dem Feld gearbeitet hatte, hat sich am späten Dienstagnachmittag mit seinem Traktor und der angehängten Strohpresse Richtung Zeulenroda auf den Weg gemacht. Auf der Landstraße zwischen Triebes und Zeulenroda, nach dem Abzweig nach Weißendorf, bemerkte er, dass Flammen aus der Presse loderten.

Laut Mitteilung der Polizei haben Autofahrer den 56-jährigen Traktorfahrer darauf aufmerksam gemacht, dass mit seinem Gefährt etwas nicht stimme. Er stoppte sein Vehikel auf der Landstraße zwischen Triebes und Zeulenroda. Flammen schlugen aus der angehängten Strohpresse und loderten Richtung Radweg und Wiese. Der Fahrer löste die Zugmaschine von der Strohpresse, damit das Feuer nicht übergreifen konnte. Er selbst blieb unverletzt.

Um 17.13 Uhr wurde die Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda von der Rettungsleitstelle Gera alarmiert. Später rückte noch die Feuerwehr Triebes zur Unterstützung aus. Laut Polizei hat sich das Stroh in der Presse selbst entzündet. Ob das Folge des vorherigen Betriebs der Presse auf dem Feld oder eines technischen Defekts während der Fahrt war, steht nicht fest.

Die Feuerwehrleute mussten die Strohpresse nach und nach komplett leeren und das herausgeräumte Stroh löschen. „Stroh hat die Eigenschaft, dass das Wasser von ihm abperlt“, erklärt Stadtbrandmeister Steffen Jubold. 500 Kilogramm hatte das Gerät geladen. Die Einsatzkräfte mussten zum Teil unter Atemschutz arbeiten, weil während der gesamten Arbeit Rauch aus der Strohpresse stieg. „Das hat bei der extremen Wärme, die am Dienstag herrschte, alles von den Kameraden abverlangt“, so Jubold. Mit einem Radlader wurde das gelöschte Stroh auf das Feld neben der Straße gefahren. Dessen Besitzer wird es nun dort in die Erde einarbeiten. 36 Feuerwehrleute waren vor Ort. Die Straße musste während ihrer Arbeit komplett gesperrt werden.

Nachdem das Feuer gelöscht werden konnte, haben die Aufräumarbeiten begonnen. Dabei bekam die Feuerwehr Hilfe vom Bauhof der Stadt Zeulenroda-Triebes. Um circa 20 Uhr kehrte die Feuerwehr Zeulenroda wieder zurück in ihren Stützpunkt. Am Mittwochmorgen waren nur noch wenige Spuren von dem Einsatz auf der Straße zu sehen, und ein leichter Brandgeruch lag in der Luft.

Strohpressenbrände sind keine Seltenheit. „So etwas kann immer wieder passieren“, sagt der Stadtbrandmeister. „Wir raten Landwirten deshalb – vor allem in der Erntezeit und bei dieser Trockenheit und Hitze – beim Strohmachen auf dem Feld, dass sie immer auch ein Wasserfass und einen Ackerpflug dabei haben sollten.“

Cordula Fischer / 02.08.18

Jugendferiencamp der Jugendfeuerwehr Zeulenroda und Nýraný

2018-08-01

Zeulenrodaer Feuerwehrnachwuchs gestaltet gemeinsam mit Altersgefährten aus dem tschechischen Nýraný interessantes Jugendferiencamp.

Vom 26.-29.07.2018 verweilten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Zeulenroda mit ihren Altersgefährten aus der tschechischen Partnerstadt Nýraný zum Jugendferienlager in der Tschechischen Republik.

Das seit 2007 im jährlichen Wechsel stattfindende Jugendferiencamp wurde am 26. Juli in der Partnerfeuerwehr Nýraný eröffnet. Es nahmen 48 Teilnehmer, davon 23 tschechische Freunde teil, zu denen eine Dolmetscherin gehört.

Darüber hinaus gab es wie jedes Jahr regen Erfahrungsaustausch der Erwachsenen beider Wehren.

Das Programm bot eine große Vielfalt, es reichte von feuerwehrtechnischen Aufgaben bis hin zum geselligen Beisammensein. Ein Besuch bei der befreundeten Feuerwehr in Nýraný stand natürlich ebenfalls auf dem Programm. Hier hatten die tschechischen Feuerwehrkameraden einen anspruchsvollen Wettstreit mit beispielsweise einem Löschangriff, wo typische Feuerwehraufgaben zu erledigen waren, vorbereitet. Weitere technische Ausbildungen standen auf dem Programm. Aber Spaß und Spiel wurde auch nicht vergessen. So fuhren die jungen Feuerwehrleute zweimal in ein Freibad um sich bei dieser Hitze abkühlen zu können. Des Weiteren wurde die Tschechische Ausbildungsstation für Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst besichtigt. Auch eine Nachtwanderung am vorletzten Abend stand auf dem Plan.

Am letzten gemeinsamen Abend wurde eine Abschlussdisco vorbereitet und durchgeführt. Alle 48 Teilnehmer hatten sichtlichen Spaß an diesem Camp und freuen sich schon riesig auf das nächste Jahr, welches 2019 im Schullandheim Zeulenroda stattfinden wird. Ein großer Dank geht an den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfond, der das gemeinsame Camp seit 2007 finanziell unterstützt.

Solche internationalen Jugendlager, wie das jetzige in Nýraný mit jungen deutschen und tschechischen Feuerwehrleuten, sind nicht hoch genug zu schätzen. Zum einen dienen sie dem europäischen Gedanken, der in der zusammenwachsenden Europäischen Union unverzichtbar ist, zum anderen geht es um den rein menschlichen Aspekt. Dort, wo Freundschaft gedeiht, wächst Verständnis füreinander.

gez. Christian Komorowski
Jugendwart der Stützpunktfeuerwehr
Zeulenroda

Feuerwehren aus Auma, Hohenleuben und Zeulenroda rücken zu Einsätzen aus

2018-07-31

Brandgefahr ist derzeit sehr hoch. Durch aufmerksame Bürger bei Bränden in der Region Schlimmeres verhindert.

Auma/Hohenleuben/Zeulenroda. Aufmerksamen Menschen, die mit einem Pferdewagen auf Ausfahrt waren, ist am Samstagnachmittag Brandgeruch in einem Wald nahe des Planetenweg in Auma aufgefallen. Sie haben den Stadtbrandmeister von Auma-Weidatal informiert.

Die Freiwillige Feuerwehr Auma-Weidatal ist kurz nach der Alarmierung am Samstag ausgerückt. Nach etwa 25 Minuten Suche konnte sie den Brandherd in einem nur schwer zugänglichen Waldstück in der Nähe der Aumühle aufspüren. Das Bodenfeuer hatte sich schon auf einer Fläche von 300 Quadratmetern ausgebreitet. Die Feuerwehren von Wiebelsdorf und Zeulenroda wurden nachalarmiert, um ausreichend Löschwasser im Pendelverkehr an die Brandstelle zu transportieren. Auch ein Traktor mit einem 12.000-Liter-Wasserbehälter der Ervema wurde zur Verfügung gestellt. Das Feuer konnte nach etwa zwei Stunden gelöscht werden.

Die Feuerwehr Hohenleuben musste am frühen Sonntagabend ausrücken, weil es auf dem Weg zwischen Hohenleuben und dem Waldbad zu einem Feldbrand gekommen war. Passanten hatten das Feuer früh entdeckt, so dass die Feuerwehr Schlimmeres verhindern konnte. Nach circa einer Dreiviertelstunde war das Feuer gelöscht.

Am Wochenende waren auch die Mitglieder der Feuerwehr Zeulenroda zu mehreren Einsätzen unterwegs. So mussten sie am späten Freitagabend einen Entstehungsbrand an der L 2349 zwischen Kleinwolschendorf und Pahren löschen. Auch hier hatten aufmerksame Bürger einen Wiesenbrand in Straßennähe bemerkt. Ein zufällig vorbei kommender Mitarbeiter der Firma Agrofarm aus Knau unternahm mit seinem Feuerlöscher erste Löschversuche und verhinderte Schlimmeres. Den Rest erledigten die Einsatzkräfte aus Zeulenroda und Kleinwolschendorf.

Am Samstagvormittag hatte ein Bürger einen Entstehungsbrand im Wald in der Nähe von Silberfeld gemeldet. Auch hier konnte durch das schnelle Handeln der Bürger und der Feuerwehr Schlimmeres verhindert werden.

Zeitgleich zu dem Brand im Wald bei Auma wurde die Feuerwehr aus Bernsgrün alarmiert. Im Ort Bernsgrün hatte sich am Samstag aufgrund des aufkommenden Windes ein Sonnensegel selbstständig gemacht und war in einer elektrischen Leitung hängen geblieben. Wegen des starken Funkenfluges und der Gefahr, dass die Stromleitungen zu Boden stürzen konnten, war die Feuerwehr vor Ort.

Die Feuerwehr ruft zu erhöhter Vorsicht und Achtsamkeit auf. Der Zeulenrodaer Stadtbrandmeister Steffen Jubold bittet Bürger, die ein Feuer bemerken, umgehend die Feuerwehr zu informieren und vor Ort zu warten, damit die Helfer den Schadensort schnell finden. Aufgrund der extremen Trockenheit sollten jegliche Lagerfeuer, auch in Feuerschalen, unterlassen werden. „Dass keine brennenden Zigaretten aus dem Fahrzeug geworfen werden, sollte zwar selbstverständlich sein, jedoch zeigen die letzten Ereignissen, dass das noch nicht bei jedem Mitbürger angekommen ist“, so Jubold.

OTZ / 31.07.18

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