Jugendfeuerwehr

Jugendwarte der Stadt

Stützpunktfeuerwehr: Ch. Komorowski
Bernsgrün: C. Fröb
Triebes: S. Gümmer
Pöllwitz: R. Krätzig
Stelzendorf: N. Daßler
Pahren: M. Ratoike
Niederböhmersdorf: M. Ressel

24-Stundenschicht der Jugendfeuerwehr Zeulenroda

2016-06-13

Es hätte auch eine sogenannte Null-Schicht werden können, also ein Tag ohne Einsatz, wie er zuweilen, wenn auch sehr selten, bei der Berufsfeuerwehr vorkommen soll. Aber damit wäre der Sinn des Vorhabens verfehlt gewesen.

Am Samstag, dem 11.06.2016, 09:00 Uhr bis Sonntag, dem 12.06.2016, 09:00 Uhr traf sich die Jugendfeuerwehr Zeulenroda zur diesjährigen 24-Stundenschicht in der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda. Es erfolgte eine Eröffnung durch den Stadtjugendfeuerwehrwart der Stadt Zeulenroda-Triebes, Christian Komorowski, die Schlafplätze wurden eingerichtet und die Fahrzeugeinteilung vorgenommen. Als die Dienstversammlung beendet war, begann die Schicht mit einem Stationsbetrieb.

Noch mitten im Stationsbetrieb, bei welchem wichtige Handhabungen gelernt werden, wie Grundübung der Gruppe (Feuerwehrdienstvorschrift 3) und die Vorgehensweise im Brandfall, ging am Samstag gegen 12.30 Uhr der erste Notruf in der "Leitstelle" ein, die in den Räumen der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda eingerichtet worden war. Eine Rauchentwicklung im Ortsteil Langenwolschendorf wurde gemeldet. Nun fuhr der Löschzug, bestehend aus zwei Kleinlöschfahrzeugen, einem Vorausrüstwagen, einem Tanklöschfahrzeug, einem Gerätewagen Logistik, einem Einsatzleitwagen und zwei Mannschaftstransportwagen zum gemeldeten Einsatzort. Für Einsatzleiter Valentin Herbst aus der Jugendfeuerwehr war die Lage schnell klar: Es brannte ein großer Holzhaufen. Nun gab er seinen Befehl an die Gruppenführer der Fahrzeuge weiter, um schnell den Brand in den Griff zu bekommen. Die dreißigköpfige Mannschaft im Alter von acht bis siebzehn Jahren, arbeiteten schnell und sehr zuverlässig, so konnte innerhalb von 20 Minuten "Feuer aus" gemeldet werden. Nach dem die Aufräumarbeiten beendet waren, hieß es wieder zurück zum Stützpunkt, um den Stationsbetrieb fortzusetzen. Hinter dem Lenkrad der Fahrzeuge saßen selbstredend Mitglieder der Einsatzabteilung der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda. Als die Kameraden wieder im Stützpunkt angekommen sind, ging es gleich mit dem Stationsbetrieb weiter. Gegen 14.00 Uhr wurden dann die jungen Kameraden über ihrer Pager zu einem Gartenlaubenbrand nach Zeulenroda zum dortigen Westbahnhof alarmiert. Schnell war Einsatzleiter Valentin Herbst klar, dass hier Eile geboten ist. Der Löschzug machte sich auf dem Weg, um an den Einsatzort zu gelangen. Die gemeldete Lage wurde bestätigt und der junge Einsatzleiter begann, seine Befehle an die Gruppenführer zu vergeben. Schläuche wurden verlegt, der Angriffstrupp rüstete sich mit selbst gebauten Pressluftatmern aus und konnte zum Brandherd vorgehen. Schnell stellten sie fest, dass sich noch ein Kind in der Gartenlaube befand. Die Person wurde durch den Trupp gerettet und konnte wohlbehalten zu seinen Eltern zurück kehren.

Nun wurde der Brand gelöscht und die jungen Kameraden konnten mit der Wiederherstellung der Einsatztechnik beginnen. Als alle Geräte und Ausrüstungsgegenstände verlastet waren, konnte der komplette Löschzug wieder zum Stützpunkt zurück kehren.

Jetzt war erstmal eine Kaffeepause mit leckerem Kuchen, Milch, Kaffee und Kakao angesagt. Als die jungen Kameraden noch beim Kauen waren, wurde durch den Stadtjugendwart die neue Fahrzeugbesetzung bekannt gegeben. Die jungen Kameraden stärkten sich und begannen anschließend mit dem zweiten Teil des Stationsbetriebes, bei dem Erste-Hilfe, Sprechfunkausbildung und Knoten & Bunde auf dem Ausbildungsplan stand.

Als die zweistündige Ausbildung beendet war, ertönten ihre Pager: Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus in Zeulenroda. Die jungen Kameraden besetzten ihre neuen zugeteilten Fahrzeuge und fuhren zum Einsatzort. Als der Löschzug in die Straße einbog, war die Rauchentwicklung aus dem Keller bereits zu sehen. Der neue Einsatzleiter Leon Schmalz aus der Jugendfeuerwehr verteilte seine Aufgaben an die jeweiligen Gruppenführer. Nun wurden Schlauchleitungen verlegt, der Atemschutz angelegt und zum Brandherd vorgegangen. Schnell wurde die Ursache gefunden, eine defekte Heizanlage war der Auslöser der Rauchentwicklung. Als der Einsatz erfolgreich abgearbeitet war, lädt uns der Eigentümer zum Kesselgulasch und Wienerwürstchen ein. So hatte die dreißigköpfige Mannschaft gleich ihr Abendbrot und konnten mit dem Ausbildungsdienst fortsetzen, so war der Plan. Als sie gerade fertig waren, schrillten wieder die Pager und es ging zu einer Rauchentwicklung in einem Ortsteil von Zeulenroda-Triebes. Bei der Anfahrt dorthin hat man bereits die Rauchwolken sehen können. So konnte sich der junge Einsatzleiter Leon Schmalz schon auf der Anfahrt sein Vorgehen überlegen. Schnell war ihm klar, hier müssen wir Langewegestrecke mit 15 Schläuchen verlegen. Ein großer Holzhaufen brannte. Nach ca. 30 Minuten konnte "Feuer aus" gemeldet werden und alle Kameraden halfen mit beim zusammenräumen der Technik.

Jetzt war es bereits 20:30 Uhr und die Kameraden hatten nun Freizeit. Es wurde Fußball, Karten und Billiard gespielt, einzelne Kameraden frischten ihr Wissen an der Einsatztechnik auf.

Als es bereits 22:00 Uhr war, hieß es nun Nachtruhe. Die jungen Kameraden machten sich bettfertig und verschwanden auf ihre frisch eingerichteten Liegen.

Gegen 22:30 Uhr ein weiterer Alarm: Wohnhausbrand im Ortsteil Pöllwitz. Die jungen Kameraden zogen sich an und besetzten ihre Fahrzeuge. Schnell ging es mit Blaulicht zur Einsatzstelle und bereits auf der Anfahrt wurde über die Leitstelle bestätigt, dass es sich um einen Wohnhausbrand handelte, da bereits mehrere Bürger angerufen haben. Vor Ort stellte der Einsatzleiter fest, starker Rauch drang aus dem Einfamilienhaus und vergab dementsprechend seinen Einsatzbefehl. Nach bereits 10 Minuten konnte "Feuer aus" gemeldet werden und die vermisste Person gerettet und an den Rettungsdienst übergeben werden. Gegen 23:30 Uhr hieß es dann, zurück in den Stützpunkt und die Nachtruhe konnte fortgesetzt werden.

Die jungen Kameraden schliefen tief und fest, als gegen 02:30 Uhr ein weitere Alarm einging: Feuerschein am Zeulenrodaer Meer. Da ein Feuerwehrmann ja immer mit einem Auge wach ist in seiner Schicht, war es auch kein Problem um diese Uhrzeit aufzustehen, um den gemeldeten Einsatz abzuarbeiten. Als der Löschzug vor Ort war, konnte nur Fehlalarm festgestellt werden und die Kameraden fuhren wieder in den Stützpunkt zurück. Es dauerte keine 5 Minuten und alle jungen Kameraden haben tief und fest geschlafen, auch die Ausbilder und Betreuer.

Als gegen 5 Uhr die Sonne aufging, schrillte der Pager und es wurde ein Brand in einer Lagerhalle im Industriegebiet gemeldet. Es dauerte keine Minute und die jungen Kameraden waren hell wach und besetzten ihre Fahrzeuge. Jetzt ging es mit dem gesamten Löschzug ins Industriegebiet. Auch der dortige Brand konnte schnell durch die Kameraden der Jugendfeuerwehr gelöscht und die Personen gerettet werden. Einsatzleiter Leon Schmalz gab nun den Befehl an seine Mannschaft zur Frühstückszeit.

Als die Sprösslinge wieder im Standort zurückgekehrt waren, stand bereits das Frühstück mit frischen Semmeln, Wurst, Marmelade und vielen anderen leckeren Dingen auf dem Tisch.

Nach dem leckeren Frühstück mussten nun die Schlafräume wieder gereinigt und als Jugendraum umgeräumt werden. Kurz bevor dieses allerdings erfolgen konnte, schrillte der Pager und es ging zur Abschlussübung in die Rötleinschule. Über die Leitstelle wurde ein Brand eines Klassenzimmers im Werkstattraum gemeldet. Die jungen Kameraden rüsteten sich mit ihren Einsatzkleidungen aus und besetzten die Fahrzeuge. Vor Ort konnte die gemeldete Lage bestätigt werden. Auch diese Übung wurde erfolgreich beendet.

Bei allen Übungen standen dreizehn Mitglieder der Einsatzabteilung, die sich dem Dienst zur Ausbildung des Feuerwehr-Nachwuchses verpflichtet fühlen, den künftigen Feuerwehrkameraden zur Seite: Jugendwart Christian Komorowski, Maschinisten, Gruppenführer und weitere Mitglieder wie Silvio Knorr, Marcus Knödler, Mathias Ott, Frank Albert, Tobias Flämig, Christoph Rabe, Thomas Dietzel, Sabrina Kunze und Tino Eisenschmidt. Ein großer Dank geht auch an das Küchenpersonal Steffen Mauch und Katja Ott.

Sie unterstützen die 24-Stunden-Schicht der Jugendfeuerwehr Zeulenroda, die von Samstag, 9 Uhr, bis Sonntag, 9 Uhr, währte.

Die 24-Stunden-Schicht hielt mithin so ziemlich alle brenzligen Situationen bereit, mit denen die Kameraden der Berufswehr tagtäglich konfrontiert werden. Für die achtjährige Anna Knorr, die erst seit kurzem zur Jugendfeuerwehr Zeulenroda gehört, zählte das häufige schnelle Umziehen zu den anstrengendsten Anforderungen, mit denen sie umgehen musste.

Jede geplante Einsatzübung erfolgte unter den strengen Augen der Ausbilder. Am Ende gab es eine Auswertung dazu. Die 24-Stundenschicht war auf jeden Fall ein riesiger Erfolg und hat allen Teilnehmern sichtlich Freude bereitet. Bei so einem erfreulichen Ergebnis nehmen wir gerne die sechsmonatige Vorbereitung für diese 24-Stundenschicht in Kauf, erklärte Komorowski.

Auch den ganzen Helfern soll auf diesem Wege nochmals Danke gesagt werden, denn nur durch die Hilfe vieler Kameraden der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda konnte uns diese 24- Stundenschicht ermöglicht und zum vollen Erfolg werden.

gez.
Christian Komorowski
Stadtjugendwart der FFW
Zeulenroda-Triebes

Feuerwehrnachwuchs auf moderner Schnitzeljagd im Zeulenrodaer Strandbad

2016-05-23

Am ersten vom Kreisjugendfeuerwehr-Verein ausgetragenen Kreisjugendfeuerwehrtag beteiligten sich über 160 Kinder und Jugendliche. Im und um das Zeulenrodaer Strandbad war Geocaching angesagt.

Die Mitglieder von insgesamt 14 Jugendfeuerwehren des Landkreises Greiz waren am Sonnabend zu Gast auf dem weitläufigen Gelände an der Zeulenrodaer Talsperre. Dort fand der diesjährige Kreisjugendfeuerwehrtag statt. „Es geht hier um Teamarbeit, darum, die Kameradschaft zu stärken. Das sollte früh gelernt sein, weil es später in der Einsatzabteilung funktionieren muss“, benennt Kreisjugendfeuerwehrwart Christian Komorowski das Ziel der Veranstaltung.

Ein halbes Jahr lang waren die Vorstandsmitglieder des 2015 neu gegründeten Vereins Kreisjugendfeuerwehr Greiz mit der Vorbereitung für den Tag beschäftigt. Am Ende wurden 23?Stationen erarbeitet, die es für die Teilnehmer am Sonnabend bestmöglich zu bewältigen galt. „50 Prozent der Aufgaben sind feuerwehrspezifisch gewesen, die anderen 50 Prozent feuerwehrfremd“, erläuterte Komorowski und freute sich, bei der Ideenfindung ebenso wie bei der Umsetzung Christian Mende an der Seite gehabt zu haben. Mende, Kreisreferent des Kirchenkreises Greiz und Erlebnispädagoge, ist im Verein „Vielfalt leben“ engagiert, der den Kreisjugendfeuerwehrtag mit 2900 Euro unterstützt hat.

Der insgesamt über 160 Teilnehmer starke Feuerwehrnachwuchs wurde für das Geocaching in elf teilweise gemischte Teams aufgeteilt. Anhand der ausgegebenen Koordinaten mussten diese die vorbereiteten Stationen zunächst jeweils finden, um sie dann zu absolvieren. „Im Strandbad selbst war das noch offensichtlich und einfach. Aber im Wald wurde es richtig schwierig“, beurteilte Komorowski.

Als die Teams nach mehr als fünf Stunden schließlich alle Stationen gemeistert hatten, erhielt jedes von ihnen einen Schlüssel. „Mit denen konnten sie die Schatztruhe, gefüllt mit extra angefertigten Holzboxen, Urkunden und Süßigkeiten, öffnen. Das hat aber wirklich nur funktioniert, weil es auch elf Schlüssel waren“, so der Kreisjugendfeuerwehrwart. Am Ende der Veranstaltung seien zwar alle Teilnehmer Sieger gewesen, dennoch hoben sich drei Teams als besonders gut hervor: Seelingstädt, Zeulenroda und Greiz-Reinsdorf.

Katja Krahmer / 23.05.16 / OTZ

Stadtjugendfeuerwehrwart

Christian Komorowski

E-Mail: Stadtjugendfeuerwehrwart
oder:
Stadtverwaltung Zeulenroda-Triebes
Fachdienst II/ Stadtjugendfeuerwehrwart
Markt 1
07937 Zeulenroda-Triebes

Tel.: 036628/48-216



Hier geht es zur Homepage der Kreisjugendfeuerwehr Greiz

Seitengenerierung in 0.0096621513366699 Sekunden