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Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung geehrt

2018-12-18

Die Alters- und Ehrenabteilungen der Feuerwehren Zeulenroda und Niederböhmersdorf, trafen sich in Zeulenroda zur Weihnachtsfeier.
Es war eine Würdigung der langjährigen Mitarbeiter der Feuerwehr, die Brände löschten, als viele der jetzigen Mitglieder noch nicht auf der Welt waren. Frank Räsch hatte die Feier organisiert und führte eine Tradition von Frank Tschochner weiter. Das langjährigste Mitglied, Manfred Munzert, wurde für sein 60-jähriges Jubiläum bei der Feuerwehr geehrt. Zusammen wurden alte Filmaufnahmen angeschaut und der Weihnachtsmann kam. Bürgermeister Nils Hammerschmidt (parteilos) wünschte allen viel Gesundheit, das sei das Wichtigste.

OTZ - Marcus Daßler

Niederböhmsdorf: Wasserversorgung gefährdet

2017-08-30

In Niederböhmersdorf bedarf es einer dringenden Sanierung des Löschwasserteiches

Das Pro­blem ist nicht neu und auch den Verantwortlichen seit Jahren bekannt. Es geht um den Löschwasserteich im Ortsteil Niederböhmersdorf der Stadt Zeulenroda-Triebes.

In den 1990er-Jahren wurden in Niederböhmersdorf Maßnahmen innerhalb des Dorferneuerungsprogramm durchgeführt. Dazu zählte auch die Sanierung des Dorfteiches. Die Folgen der Sanierung: Die marode Ummauerung fiel, der Teich bekam ein seichtes Ufer, Pflanzen wurden gesetzt. Doch schon bald begann die anfangs gefällige Idylle ein starkes Eigenleben zu entwickeln. Der Teich wuchert regelrecht mit Pflanzen zu, so dass das hier drin befindliche Wasser kaum eine Chance hat. Der Teich wird nicht über einen Bachzulauf gespeist, sondern vielmehr über Regenwasser.

Die Niederböhmersdorfer Feuerwehrleute und Helfer aus dem Ort schneiden zwar den Pflanzenbewuchs stetig wieder zurück, doch kann das keine Lösung auf Dauer sein, so auch Steffen Jubold, Stadtbrandmeister aus Zeulenroda-Triebes.

Er verweist auch darauf, dass das Wasser des Teiches im Fall eines Brandes im Ort als Löschwasser benötigt wird. Laut Thüringer Brand- und Katastrophenschutzgesetz ist die Stadt verantwortlich für die Löschwasserversorgung und ebenso auch für die Bereitstellung von ausreichend Löschwasser. Bei kleinen ländlichen Ansiedlungen müssen 48 Kubikmeter in der Stunde (800 Liter pro Minute) Löschwasser für zwei Stunden bereitgestellt werden. Für eine dichte Bebauung wie Vierseithöfe besteht ein doppelter Löschwasserbedarf.

Diese Forderung erfüllt der Löschwasserteich in Niederböhmersdorf nicht. Aus diesem Grund habe man bereits beim zuständigen Zweckverband Wasser/Abwasser Zeulenroda angefragt, ob denn die Absicherung über das Hydrantennetz erfolgen könne. Doch auch hier gab es eine Ablehnung. Das Hydrantennetz weist nicht den dafür erforderlichen Druck auf. Die Löschwassermenge ist aufgrund der baulichen Voraussetzung endlich, da es sich hier um einen Wasservorratsbehälter handelt.

Die Niederböhmersdorfer Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr waren nicht untätig und haben zusammen mit den Triebeser sowie Zeulenrodaer Feuerwehrleuten und dem Stadtbrandmeister nach weiteren möglichen Lösungen gesucht. So ist es durch eine zeitlich begrenzte Änderung der Alarm- und Ausrückeordnung grundsätzlich möglich, dass durch den Einsatz der von den beiden genannten Wehren vorgehaltenen wasserführenden Lösch- und Tanklöschfahrzeuge 11.000 Liter Löschwasser zur Verfügung gestellt werden können.

Im Haushalt war die Maßnahme eingestellt

Steffen Jubold verweist zudem darauf, dass diese Maßnahme im Haushaltsetat der Stadt für dieses Jahr enthalten war, doch aufgrund von anderen finanziellen Ausgaben wurde die Sanierung des Dorfteiches um ein weiteres Jahr geschoben. Die Niederböhmersdorfer sehen dringenden Bedarf. Schließlich wissen sie zu gut, wie schnell ein Wohnhausbrand sein kann. Erst 2015 hatte es in Niederböhmersdorf gebrannt, und es zeigte sich, wie stark die wuchernden Pflanzen im Teich die Arbeit der Einsatzkräfte behindern. Für Löscharbeiten in einem am Ortsrand gelegenen Wohnhaus reichte der Versorgungsdruck am Hydranten allein nicht aus. Wasser aus dem Teich kam zum Einsatz, jedoch mühsam.

Bereits seit über zehn Jahren trugen Ortsteilvertreter und Feuerwehr der Stadt Zeulenroda-Triebes das Problem erstmals vor. Das Programm der Dorferneuerung sah allerdings eine 15-jährige Gewährleistung vor, so dass dem Haushalt der Stadt für neue Maßnahmen die Hände gebunden waren.

Diese Frist sei nun allerdings längst vorbei, so heißt es in einem Brief der Niederböhmersdorfer an die OTZ-Redaktion.

Heidi Henze / 30.08.17

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