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Niederböhmsdorf: Wasserversorgung gefährdet

2017-08-30

In Niederböhmersdorf bedarf es einer dringenden Sanierung des Löschwasserteiches

Das Pro­blem ist nicht neu und auch den Verantwortlichen seit Jahren bekannt. Es geht um den Löschwasserteich im Ortsteil Niederböhmersdorf der Stadt Zeulenroda-Triebes.

In den 1990er-Jahren wurden in Niederböhmersdorf Maßnahmen innerhalb des Dorferneuerungsprogramm durchgeführt. Dazu zählte auch die Sanierung des Dorfteiches. Die Folgen der Sanierung: Die marode Ummauerung fiel, der Teich bekam ein seichtes Ufer, Pflanzen wurden gesetzt. Doch schon bald begann die anfangs gefällige Idylle ein starkes Eigenleben zu entwickeln. Der Teich wuchert regelrecht mit Pflanzen zu, so dass das hier drin befindliche Wasser kaum eine Chance hat. Der Teich wird nicht über einen Bachzulauf gespeist, sondern vielmehr über Regenwasser.

Die Niederböhmersdorfer Feuerwehrleute und Helfer aus dem Ort schneiden zwar den Pflanzenbewuchs stetig wieder zurück, doch kann das keine Lösung auf Dauer sein, so auch Steffen Jubold, Stadtbrandmeister aus Zeulenroda-Triebes.

Er verweist auch darauf, dass das Wasser des Teiches im Fall eines Brandes im Ort als Löschwasser benötigt wird. Laut Thüringer Brand- und Katastrophenschutzgesetz ist die Stadt verantwortlich für die Löschwasserversorgung und ebenso auch für die Bereitstellung von ausreichend Löschwasser. Bei kleinen ländlichen Ansiedlungen müssen 48 Kubikmeter in der Stunde (800 Liter pro Minute) Löschwasser für zwei Stunden bereitgestellt werden. Für eine dichte Bebauung wie Vierseithöfe besteht ein doppelter Löschwasserbedarf.

Diese Forderung erfüllt der Löschwasserteich in Niederböhmersdorf nicht. Aus diesem Grund habe man bereits beim zuständigen Zweckverband Wasser/Abwasser Zeulenroda angefragt, ob denn die Absicherung über das Hydrantennetz erfolgen könne. Doch auch hier gab es eine Ablehnung. Das Hydrantennetz weist nicht den dafür erforderlichen Druck auf. Die Löschwassermenge ist aufgrund der baulichen Voraussetzung endlich, da es sich hier um einen Wasservorratsbehälter handelt.

Die Niederböhmersdorfer Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr waren nicht untätig und haben zusammen mit den Triebeser sowie Zeulenrodaer Feuerwehrleuten und dem Stadtbrandmeister nach weiteren möglichen Lösungen gesucht. So ist es durch eine zeitlich begrenzte Änderung der Alarm- und Ausrückeordnung grundsätzlich möglich, dass durch den Einsatz der von den beiden genannten Wehren vorgehaltenen wasserführenden Lösch- und Tanklöschfahrzeuge 11.000 Liter Löschwasser zur Verfügung gestellt werden können.

Im Haushalt war die Maßnahme eingestellt

Steffen Jubold verweist zudem darauf, dass diese Maßnahme im Haushaltsetat der Stadt für dieses Jahr enthalten war, doch aufgrund von anderen finanziellen Ausgaben wurde die Sanierung des Dorfteiches um ein weiteres Jahr geschoben. Die Niederböhmersdorfer sehen dringenden Bedarf. Schließlich wissen sie zu gut, wie schnell ein Wohnhausbrand sein kann. Erst 2015 hatte es in Niederböhmersdorf gebrannt, und es zeigte sich, wie stark die wuchernden Pflanzen im Teich die Arbeit der Einsatzkräfte behindern. Für Löscharbeiten in einem am Ortsrand gelegenen Wohnhaus reichte der Versorgungsdruck am Hydranten allein nicht aus. Wasser aus dem Teich kam zum Einsatz, jedoch mühsam.

Bereits seit über zehn Jahren trugen Ortsteilvertreter und Feuerwehr der Stadt Zeulenroda-Triebes das Problem erstmals vor. Das Programm der Dorferneuerung sah allerdings eine 15-jährige Gewährleistung vor, so dass dem Haushalt der Stadt für neue Maßnahmen die Hände gebunden waren.

Diese Frist sei nun allerdings längst vorbei, so heißt es in einem Brief der Niederböhmersdorfer an die OTZ-Redaktion.

Heidi Henze / 30.08.17

Frau stirbt bei Wohnungsbrand in Niederböhmersdorf: Großeinsatz der Feuerwehr

2015-06-15

Dramatische Szenen spielten sich am Montagabend in Niederböhmersdorf bei Zeulenroda-Triebes ab.

Gegen 20.40 Uhr wurden die Wehren aus Niederböhmersdorf sowie Triebes zu einem Wohnungsbrand gerufen, kurz darauf auch die Stützpunktwehr Zeulenroda. Ein Rettungshubschrauber wurde angefordert. Bei dem Brand starb nach Angaben der Polizei eine ältere und pflegebedürftige Frau. Zudem wurde ein Mann schwer verletzt.

Insgesamt 60 Einsatzkräfte waren vor Ort und bekämpften das Feuer. Gegen 22 Uhr war der Einsatz zumindest für die Zeulenrodaer und Niederböhmersdorfer Wehr beendet. Die Triebeser Einsatzkräfte blieben vor Ort, um laut dem hauptamtlichen Feuerwehrleiter Steffen Jubold das Brandobjekt zu kontrollieren. Das Einfamilienhaus brannt völlig aus und ist unbewohnbar. Die genauen Ursachen, die zu dem Brand führten. werden noch ermittelt.

Maike Scholz, Karsten Schoss / 15.06.15 / OTZ

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