Stützpunktfeuerwehr

Einsatzübung der Kameraden der Stützpunktwehr Zeulenroda zur Wochenendschulung

2018-09-11

Realitätsnahe Übung am Sonntagmorgen zwischen Niederböhmersdorf und Triebes

Eine in dieser Form und mit dem Ausmaß noch nie stattgefundene Feuerwehrübung wurde am Sonntagmorgen auf der Straße zwischen Niederböhmersdorf und Triebes durchgeführt.

Die Einsatzkräfte der Stützpunktwehr Zeulenroda, die seit Freitagabend eine Wochenendschulung im Schullandheim in Zeulenroda Schwarzbach durchführten, wurden gegen 9.30 Uhr alarmiert. Es wurde ein Verkehrsunfall mit einem Pkw BMW, einem Motorrad und einer Wandergruppe simuliert, Das Auto kam aus Richtung Triebes und wollte an der Kreuzung in Richtung Niederböhmersdorf einem Moped ausweichen, dabei kam es zum Zusammenstoß. In der Folge fuhr der Pkw in eine Wandergruppe, die sich ebenfalls im Kreuzungsbereich befand.

„Einen solchen Verkehrsunfall haben wir in dieser Form noch nie durchgeführt. Einzeln wurden die Szenerien in der Theorie durchgegangen, doch in der Gemeinschaft und in der Praxis noch nicht“, sagt Mike Schenderlein, Wehrleiter der Stützpunktwehr Zeulenroda. An diesem Tag war er auf dem Beobachtungsposten.

Eine große Anzahl von verletzten Personen

14 verletzte Personen wurden angenommen. Davon wurden neun Verletzte aus der Wandergruppe angenommen, vier verletzte Personen befanden sich im BMW und sowie der Motorradfahrer.

Das Hauptaugenmerk der Übung lag auf der Bergung und Versorgung der Verletzten sowie auf der Teamarbeit und der Verständigung untereinander.

Die Verletzten stellte die Jugendfeuerwehr Zeulenroda und die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Triebes. Sie waren wahrlich realitätsnah geschminkt. Das Verbandsmaterial stellte das DRK, Kreisverband Landkreis Greiz, zur Verfügung und die Rettungsambulanz GmbH war mit einem Fahrzeug vor Ort.

Nach acht Minuten nach der Alarmierung traf das erste Fahrzeug vor Ort ein. Alle anderen folgten im Minutentakt.

Am Ende waren rund 60 Feuerwehrleute involviert. Die Einsatzleitung hatte an diesem Tag Steve Johannes und Silvio Knorr. Beide Feuerwehrleute gehören zu den Führungskräften und hatten einen gewaltigen Stresstest am Sonntagmorgen zu bestehen. Es galt, die Verletzungen derjenigen Personen, die ziemlich verteilt auf der Kreuzung, an den Straßenrändern und auf dem angrenzenden Feld lagen, aufzunehmen, zu handeln und beruhigend auf die Menschen einzuwirken. Es musten ebenso die Insassen aus dem Fahrzeug geborgen werden. Das Fahrzeug musste mit einem Spreizer geöffnet werden, da Beifahrer und Fahrer eingeklemmt gewesen waren. Zwischenzeitlich kümmerten sich die anderen Helfer um die Verletzten. Ein Notaufnahmezelt wurde aufgestellt und ein Hubschrauberlandeplatz eingerichtet.

Für Wehrleiter Mike Schenderlein ist die Übung ausbildungstechnisch und zeitgemäß sehr gut abgelaufen. „Klar, sind Fehler aufgetreten, die es nun gilt zu beheben“, sagt er.

Am Ende bezeichnet er die Wochenendschulung als erfolgreich und bedankt sich bei den Firmeninhabern, die es der Feuerwehr ermöglicht haben in ihren Firmen realitätsnahe Übungen durchzuführen.

OTZ / Heidi Henze

Feuerwehrübung in Langenwolschendorf

2018-09-01

Mitglieder der Langenwolschendorfer Feuerwehr und der Stützpunktwehr Zeulenroda fahren gemeinsam eine Übung

„Sie könnten jetzt alle mit der Familie am Abendbrottisch sitzen“, sagt Robby Glück, Inhaber der gleichnamigen Firma Forst- und Gartentechnik im Gewerbegebiet in Langenwolschendorf. Er hat seine Aufenthaltsräume für eine Feuerwehrübung zur Verfügung gestellt. „Es kann so schnell gehen, dass es mal brennt und da sollte es jeder möglich machen, dass die Feuerwehrleute auch realitätsnahe Übungen durchführen können“, so Robby Glück.

So geschehen am Donnerstagabend gegen 18.15 Uhr in seiner Firma. Angenommen wurde ein Brand in einem Bürogebäude, ausgelöst durch eine defekte Mikrowelle. Zudem wurden zwei Mitarbeiter vermisst und der Firmenchef war selbst in das Gebäude gegangen, um seine Angestellten zu suchen. Dabei kam auch er nicht wieder aus dem brennenden Gebäude.

Die Feuerwehr Langenwolschendorf wurde als zuständige Wehr alarmiert. Sie war flugs mit 13 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen vor Ort. Zwei Feuerwehrleute waren in Bereitschaft. Langenwolschendorfs Zugführer Alexander Wilhelm übernahm bei dieser Übung die Einsatzleitung als I. Abschnittsleiter seiner Wehr. Das war für ihn ein Prüfstein, den er zu bewältigen hatte.

Eine knappe Viertelstunde später wurde auch die Stützpunktwehr aus Zeulenroda zur Unterstützung angefordert. Sie waren mit 25 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen vor Ort und hatten die Drehleiter im Einsatz.

Die Personenrettung hatte oberste Priorität. Unter Atemschutz gingen die Feuerwehrleute in das Gebäude und konnten innerhalb kürzester Zeit alle drei vermissten Personen bergen. Die Vermissten bekamen eine Erstbehandlung.

In der Zwischenzeit hatten die Zeulenrodaer die Drehleiter ausgefahren und hätten, wenn es keine Übung gewesen wäre, das Löschen des Brandes aus der Luft unterstützen können.

Dann passierte es: Ein Feuerwehrmann, der eine Atemschutzmaske trug, kam im Gebäude zu Schaden und musste nun auch gerettet werden. Auch er konnte nach kürzester Zeit geborgen werden. Zum ersten Mal hatte Alexander Wilhelm zusammen mit Zugführer und stellv. Wehrführer der Stützpunktfeuerwehr Christian Komorowski aus Zeulenroda die Einsatzleitung. Somit war es nicht nur für die Feuerwehrleute, sondern ebenso für die Führung ein Test, den sie bestehen mussten. Gerade hier kam es auf die Zusammenarbeit der Atemschutzträger aus zwei Wehren an. Künftig wollen Zeulenroda und Langenwolschendorf diese Praxis verstärken, sagt Mike Schenderlein, Wehrführer der Stützpunktwehr Zeulenroda. Er nahm an diesem Abend die Arbeit aller genauestens unter die Lupe.

Heidi Henze / 01.09.18

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