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Taucher fischen Gegenstände aus der Talsperre Zeulenroda

2018-06-21

Brillen, Handy, Schuhe und noch manches mehr werden aus dem Wasser geholt

Seit über 20 Jahren bereinigen die Mitglieder der Tauchergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Zeulenroda die Talsperre Zeulenroda.

Dieses Mal waren sie im Einsatz am Bootssteg am Bio-Seehotel und am Strandbad. Die Wasserschule Thüringen sowie Privatpersonen hatten darum gebeten. Wiedereinmal waren Besitzern Handy, Brille und Schuhe abhanden gekommen. Sie waren allesamt in den Fluten des Zeulenrodaer Meeres gelandet.

Doch leider fischen die ­Taucher alljährlich auch stets wieder etliches an Unrat aus der hiesigen Talsperre wie ­Bierflaschen und -dosen und diversen anderen Abfall. André Kneupel und Klaus Zipfel, beide Taucher der Tauchergruppe Zeulenroda, suchten nicht nur am Bootssteg am Bio-Seehotel den Wasserbereich ab, auch am Strandbad in Zeulenroda wurde der Bereich am Bootssteg sowie unter den Buttons und der Rutsche nach Gegenständen, die dort nicht hineingehören, abgesucht.

Sie fanden ein Handy, das bereits an seinen Besitzer wieder zurückgegeben werden konnte. Sonnenbrillen, Badeschuhe, eine Senke von einer Angelausrüstung und einiges mehr wurden außerdem entdeckt und aus dem Wasser geholt.

„Einen ins Wasser gesunkenen Schlüssel zu finden, ist ganz schwierig. Der setzt sich tief in den Schlamm“, sagt Klaus Zipfel. Gefunden wurde aber schon ein Schwert eines Segelbootes. Das würde beim Fallen ins Wasser wie ein Gleitbrett schweben. In etwa 30 Meter Entfernung vom Ufer haben es die Zeulenrodaer Taucher ausfindig gemacht und dem Besitzer wieder überbracht. „Bisher haben wir alles gefunden, was ins Wasser gefallen war“, sagt Klaus Zipfel.

Auch der Bereich unterhalb der Talsperrenbrücke erforderte schon einen Einsatz. Dieses Mal allerdings war das Tauchen hier nicht möglich. Momentan sind die Sichtverhältnisse sehr schlecht. Das Wasser unter der Brücke sei aufgewühlt durch Regenfälle. Die Sicht ist in sechs Meter Tiefe bis auf wenige Meter eingeschränkt.

Heidi Henze / 21.06.18

Zeulenrodaer Klaus Zipfel tritt in die zweite Reihe

2016-12-12

Mit Herz und Seele ist der Zeulenrodaer Taucher und Mitglied der Tauchergruppe der Stützpunktwehr Zeulenroda

Klaus Zipfel hat am Freitagabend zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Zeulenroda die Belange der Tauchergruppe der Stützpunktwehr in die Hände von Olaf Werner übergeben. Frank Albert hat die Stellvertretung übernommen.

Neben Klaus Zipfel gehören auch Olaf Werner und Axel Schleif zum harten Kern der verschworenen Truppe. Sie waren bereits vor 25 Jahren dabei, als die Gruppe im Auftrag des Landratsamtes Zeulenroda gegründet wurde. Das war im Mai 1991. Seit dieser Zeit leitete der heute 64-Jährige die Tauchergruppe. Jetzt tritt er in die zweite Reihe und wird als Gerätewart die Tauchertechnik der ins­gesamt zehn Mitglieder warten.

Es gehört auch jede Menge Idealismus dazu

"Mein Element ist das Wasser", sagt der gebürtige Langenwetzendorfer, der seit 1971 in Zeulenroda lebt. Das führt er auch auf sein Sternzeichen zurück. Schließlich sei er Wassermann.

Am 17. Oktober 1991 hatten die Zeulenrodaer Sporttaucher ihren ersten Auftrag. Sie sollten den Steinbruch in Triebes beräumen. Weit über 1000 Stunden hat Klaus Zipfel in die Ausbildung des Nachwuchses gesteckt. Geblieben sind nur wenige. Viele hätten aus beruflichen, aber auch gesundheitlichen Problemen dem Tauchsport wieder den Rücken gekehrt. Auch deshalb werden stetig neue Mitglieder gesucht.

Wie hält sich eigentlich ein Taucher fit, wollten wir von Klaus Zipfel wissen. Vorrangig sind natürlich die Tauchgänge, die notwendig sind, um Sicherheit und sportliche Fitness zu ­bekommen. Der 64-Jährige schwimmt zudem sehr viel und geht viel spazieren. So kann er, auch durch die Ausbildung des Nachwuchses, auf weit über 1100 Tauchgänge verweisen. Dabei weiß er sehr wohl, dass eine "Menge Idealismus dazu gehört", um stetig wieder bei ­jeder Wasser- und Lufttemperatur in das kalte Nass zu steigen. "Ich bin der Sache verschworen", sagt der Zeulenrodaer. Es würde für ihn nichts Schöneres geben, als Menschen und Tieren zu helfen.

Gleich eine ganze Reihe schöne Erlebnisse aus dem vergangenen Vierteljahrhundert zählt der Feuerwehrtaucher auf. Spontan fällt ihm ein Erlebnis mit einem Mann ein, der seine 700 Euro teure Gleitsichtbrille am Bootssteg des Zeulenrodaer Meeres verloren hat. Er bat die Taucher um Hilfe und sie konnten die ­Situation klären. Die Brille wurde gefunden. Weniger schön war ein Erlebnis in den 1990er-Jahren, als man zur Unterstützung bei der Suche nach einem vermissten Kind an die Talsperre Hohenleuben gerufen wurde. Das Kind konnte damals nur noch tot geborgen werden.

Auf alle Fälle wünscht Klaus Zipfel den dringend notwendigen Fortbestand der Tauchergruppe. "Gerade jetzt, wo die Stadt die touristische Entwicklung sich auf die Fahne geschrieben hat, ist das Vorhalten einer solchen Einsatzgruppe dringend notwendig", verdeutlicht Zipfel. Seine Meinung ist, dass die gesamte Feuerwehr ohne Wenn und Aber unterstützt werden sollte, auch in schwierigen finanziellen Zeiten, wie sie jetzt die Stadt Zeulenroda-Triebes durchleben würde. Man sollte nicht vergessen, dass jeder einzelne Feuerwehrmann und -frau ehrenamtlich diese Tätigkeit ausübt und bei jedem Einsatz sein Leben riskiert", so Zipfel und erweitert seine Wunschliste damit, dass alle immer gesund von den Einsätzen zurückkehren mögen. Für den Fortbestand der Tauchergruppe der Stützpunktwehr Zeulenroda sei es aber dringend notwendig, dass gerade die jungen Feuerwehrmitglieder bereit seien, der Tauchergruppe beizutreten.

Heidi Henze / 12.12.16

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